Andreas Maier
Onkel J. - Heimatkunde
D: 17,80 €
A: 18,30 €
CH: 27,50 sFr
Erschienen: 15.03.2010
Gebunden, 131 Seiten
ISBN: 978-3-518-42134-5
» Wie Dante den Höllenkreis betritt Maier in seiner Wetterauer Komödie die Panoptiken einer Vergangenheit, die stets mehr ist als nur seine eigene. Wo immer es hingeht, nach Berlin oder ins Gasthaus, auf den Friedhof oder als Stipendiat in die Villa Massimo, jeder Ort befeuert eine Reflexions- und Erinnerungssuada, die im Kern um die Frage kreist, warum die Veränderung des Unerträglichen oft noch viel unerträglicher ist als das Unerträgliche selbst. Maier ist vordergründig ein Modernitätsverweigerer voller Selbstironie, ein hochkomischer Übertreibungskünstler, der sich auf den zweiten Blick als metaphysisch aufgeladener Empiriker einer Gegenwart entpuppt (...)
Nein, dieses Buch ist mehr als eine Heimatkunde. Es ist auch eine Gegenwarts- und Menschenkunde, in deren Zentrum mit Maiers Onkel J. eine Figur von bizarrem Reiz steht: Zangengeburt, dürres Kind, geistig zurückgeblieben. Kneipengeher, ungewaschen, stinkend, lebenslang lebensuntüchtig, also durch und durch modernisierungsresistent. Diese Kolumnen leuchten, allerdings rabenschwarz, und sie perlen, allerdings wie Apfelwein. Aber sie halten länger.«
Inhalt
Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman Wäldchestag im Jahr 2000 ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur daß er in den letzten ein, zwei Jahren meist, wenn er eingeladen war, auch immer wieder schon aus dem kommenden Onkel J. las. Jedesmal hatte er damit das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, aus Thomas Bernhard und dem Evangelium nach Matthäus, aus Ängsten, Kneipenfreuden und -nöten, eingepackt in absurde Vorkommnisse und komische Erlebnisse. Jede Kolumne ...
» Wie Dante den Höllenkreis betritt Maier in seiner Wetterauer Komödie die Panoptiken einer Vergangenheit, die stets mehr ist als nur seine eigene. Wo immer es hingeht, nach Berlin oder ins Gasthaus, auf den Friedhof oder als Stipendiat in die Villa Massimo, jeder Ort befeuert eine Reflexions- und Erinnerungssuada, die im Kern um die Frage kreist, warum die Veränderung des Unerträglichen oft noch viel unerträglicher ist als das Unerträgliche selbst. Maier ist vordergründig ein Modernitätsverweigerer voller Selbstironie, ein hochkomischer Übertreibungskünstler, der sich auf den zweiten Blick als metaphysisch aufgeladener Empiriker einer Gegenwart entpuppt (...)
Nein, dieses Buch ist mehr als eine Heimatkunde. Es ist auch eine Gegenwarts- und Menschenkunde, in deren Zentrum mit Maiers Onkel J. eine Figur von bizarrem Reiz steht: „Zangengeburt, dürres Kind, geistig zurückgeblieben“. Kneipengeher, ungewaschen, stinkend, lebenslang lebensuntüchtig, also durch und durch modernisierungsresistent. Diese Kolumnen leuchten, allerdings rabenschwarz, und sie perlen, allerdings wie Apfelwein. Aber sie halten länger.«
Inhalt
Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman Wäldchestag im Jahr 2000 ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur daß er in den letzten ein, zwei Jahren meist, wenn er eingeladen war, auch immer wieder schon aus dem kommenden Onkel J. las. Jedesmal hatte er damit das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, aus Thomas Bernhard und dem Evangelium nach Matthäus, aus Ängsten, Kneipenfreuden und -nöten, eingepackt in absurde Vorkommnisse und komische Erlebnisse. Jede Kolumne beginnt mit einem »Neulich«-Satz, die erste so: »Neulich war ich in Berlin. Das wird jetzt niemand weiter ungewöhnlich finden, aber ich bin Hesse, und mir ging in Berlin ein Wunsch in Erfüllung.«
Dennoch handelt es sich um alles andere als ein Kolumnenbuch. Vielmehr nimmt Onkel J. – im Übergang von den ersten vier Romanen zu Maiers Projekt »Ortsumgehung« – eine zentrale Stelle ein. »Alles gehört zusammen, und für alles ist das Kolumnenbuch der Kern.«
Pressestimmen
»Diese Texte fügen sich zu einem geschlossenen Bild: Statt des Stimmenwirrwarrs seiner Romane zeigt Maier, wo die erfundene Welt dieser Bücher herkommt, aus der viel erwähnten hessischen Wetterau und den Erfahrungen, die das erzählende Ich dort gemacht hat und noch macht… Maier ist seit dem Debüt vor zehn Jahren einer der aufregendsten Schriftsteller der Gegenwart geblieben; mit Onkel J. hat er … sein zugänglichstes Buch geliefert.«
»Mit dem Band Onkel J. hat Maier im März sein bisher wohl eigenwilligstes und skurrilstes Buch vorgelegt. Es ist eine wild-anarchische Abrechnung mit seiner hessischen Heimat und seinem Onkel – voll von schwarzem Humor.«
»Wohl selten war Maier seinem dichterischen Vorbild Thomas Bernhard, über den er einst promovierte, so nahe wie in diesen zwischen bitterer Klage und gebremster Euphorie changierenden Erzählfragmenten.«
»Mit Augenzwinkern beobachtet der Autor die hessische Provinz, in der er lebt, und ihre Veränderungen, die das Leben anders, aber nicht besser machen, und sich selbst als Herumtreiber und Taugenichts mittendrin.«
»Wohl selten war Maier seinem dichterischen Vorbild Thomas Bernhard, über den er promovierte, so nahe wie in diesen zwischen bitterer Klage und gebremster Euphorie changierenden Erzählfragmenten. Wer nach dieser durchaus humorvollen, selbstreflektierenden Prosa Appetit auf mehr Maier bekommen hat, darf sich auf den neuen, im September erscheinenden Roman Das Zimmer freuen.«
»Dieser Heimatkundler ist ein selbstironischer literarischer Forscher, der seine Umgebung mit scharfem Blick seziert. Moden lässt Andreas Maier für sich keine gelten, nach Coolness ist dem Mann wahrlich nicht zumute. Und gerade das macht seine Expedition vor die Haustür so faszinierend.«
»Keine Alltagsplaudereien sind das, sondern vielversprechende Vorstudien zu einem Roman, der >Ortsumgehung< heißen wird. Jeder Roman von Andreas Maier könnte so heißen, es würde trotzdem nicht langweilig. Weil die Langeweile Teil einer verzweifelt komischen Sinnsuche ist – und Teil einer hintersinnigen Maier´schen Menschenkunde.«
»... immer verbirgt sich Ernsthaftigkeit hinter seiner Gesellschaftskunde. Gnadenlos auch gegen sich selbst, leuchtet er seinen Landsleuten heim.«
»In einem elegant dahingleitenden Hin und Her und in oft ironischer Pose kommentiert er die Sonderbarkeiten der Lebenswelt damals wie heute. Heimatkunde, wie Andreas Maier sie betreibt, ist klug und amüsant.«
Veranstaltungen
Abbildung Buchumschlag
Weiterführende Links
Andreas Maier zu Gast bei Felicitas von Lovenberg (Literatur im Foyer) »




