Urs Faes
Paarbildung - Roman

Paarbildung
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Erschienen: 23.01.2012
suhrkamp taschenbuch 4308, Broschur, 192 Seiten
ISBN: 978-3-518-46308-6

Inhalt

Eines Tages stößt Andreas Löscher auf die Krankenakte einer Patientin, deren Namen ihm vertraut ist: Mit Meret Etter hat ihn vor Jahren eine intensive Liebe verbunden, sie ist eine Frau, die mitmischte bei den Zürcher Jugendunruhen, eine Juristin, die mit Leidenschaft gegen das Unrecht kämpfte. Jetzt liegt sie auf der Krebsstation und es steht ihr ein Kampf ganz anderer Art bevor. Und es ist die Frage, ob eine Wiederbegegnung mit Andreas Lüscher, nach sechzehn Jahren des beiderseitigen Schweigens, ihr ihre Lage erleichtert. Und ob es klug ist, wenn sich die beiden mit den Gründen ihres Schweigens auseinandersetzen.
Suggestiv, leicht und präzise erzählt Urs Faes in seinem Roman vom Kampf mit einer Krankheit, vor allem aber von der Auseinandersetzung zweier Menschen mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit.

Pressestimmen

»Faes‘ … Roman fordert absolute Aufmerksamkeit aus vielerlei Gründen, primär aber wohl deshalb, weil dieses Buch eine Enttabuisierung leistet, den Krebs und all seine Geschwüre und Begleiterscheinungen sowohl schwarz auf weiß wie auch zwischen den Zeilen zur Sprache bringt. Schonungslos. Menschlich.«

Markus Bundi, Südkurier

»Urs Faes, der mit einem bezahlten Schreibauftrag die Prozesse auf einer radioonkologischen Station begleitet und analysiert hat, erzählt nicht nur von der Krebserkrankung einer Frau, sondern auch davon, was es bedeutet, in einer solchen Situation allein zu sein. ...Paarbildung ist ein leiser Roman, sparsam erzählt und im Ganzen überzeugend ...«

Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

»Paarbildung ist ein Verwirrspiel, in dem der Leser nach und nach, wie durch einen Schleier, Figuren, Ereignisse und eine Geschichte erkennt, die schon halb in Vergessenheit geraten ist. … Zum sprachlichen Ereignis wird das Buch nicht nur durch die Unter- und Nebentöne und durch die Kunst, wesentliche Aussagen in einem beredten Schweigen zu verstecken.«

Charles Linsmayer, sonntagszeitung.ch

»Man kann Paarbildung nicht nur als Hommage an die erzählerische Kraft von Antonionis strenger, poetischer Bildsprache lesen, sondern auch als bissig-mitfühlendes Porträt eines Intellektuellen, der für die Freiheit schwärmt und fasziniert die Rebellion ringsum beobachtet, ohne irgendwo anzukommen - bis ihn das Leben hinterrücks doch erwischt. Nur lässt sich die Liebesgeschichte dann nicht mehr reparieren.«

Nicole Henneberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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