Gertrud Leutenegger
Panischer Frühling - Roman

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CH: 28,50 sFr

Erschienen: 10.03.2014
Gebunden, 221 Seiten
ISBN: 978-3-518-42421-6

SWR-Bestenliste

 

Inhalt

Ein Vulkanausbruch auf Island legt den europäischen Luftverkehr lahm, Zehntausende Menschen stranden an den Flughäfen. Während die Bilder der Aschewolke um die Welt gehen, steht über der Themse ein strahlend blauer Frühlingshimmel. Die Stadt wirkt wie abgeschnitten vom Rest der Welt. Auf der London Bridge begegnet die Erzählerin einem jungen Mann mit einem Feuermal im Gesicht. Jonathan verkauft die Obdachlosenzeitung. Er ist von der Südküste hierher geflüchtet, wo das Meer sich nimmt, was ihm nicht zusteht. Die beiden sind einander eigenartig vertraut. Sie teilen Verletzungen – den frühen Verlust des Vaters – und Hoffnungen, und allmählich, mit jedem Treffen ein wenig mehr, gehen die vergessenen Geheimnisse des einen in den anderen über. Dann aber verschwindet Jonathan ebenso plötzlich, wie sie einander begegnet sind, die Flugzeuge kehren zurück. Als der Frühling sich seinem Ende nähert, macht die Erzählerin sich auf die Suche, nach Jonathan, nach sich selbst.

Ein zutiefst bewegender Roman über die eruptive Kraft der Erinnerung, die Suche nach der verlorenen Zeit. Über das Wiederfinden der eigenen Geschichte in einem anderen Menschen.

 

»Buchzauber vom Allerfeinsten! Eine wunderbar poetische und zugleich federnde Sprache, ein Driften durch London... Selten habe ich ein Buch auf Anhieb so sehr ins Herz geschlossen. Einen leuchtenden, schwirrenden Hallraum behält es in meiner Erinnerung.« Sibylle Lewitscharoff

Aus dem Buch:

»Irgendwann kommen die Ertrunkenen zurück. Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder.«

Pressestimmen

»Wie schon in zahlreichen anderen Romanen, dramatischen Poemen, Geschichten und Gedichten begibt sich Gertrud Leutenegger abermals auf die Suche nach dem vollkommenen Augenblick. Sie erschafft einen Erzählraum, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Ihr Roman ist ein leuchtendes Beispiel für die literarische Fruchtbarkeit der Melancholie, die in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen ist.«

Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

»Panischer Frühling ist ein grandioses Lebens- und ein Todesbuch, das keinen Zweifel darüber lässt, wie mit der prekären Endlichkeit alles Irdischen umzugehen ist.«

Paul Jandl, DIE WELT

»Gertrud Leuteneggers Prosa ... ist meditativ und zugleich, bis in jeden Nebensatz, jede syntaktische Bewegung, jede Gedankenfolge hinein, von ungeheurer Dynamik ... In Panischer Frühling ist mehr los als in drei anderen Romanen zusammen.«

Ursula März, DIE ZEIT

»Kaum je hat Gertrud Leutenegger so sinnlich-farbenfroh erzählt wie in diesem Londoner Frühlingsrausch mit dem blauen Schaum der Glockenblumen unweit der pulsierenden Weltstadt.«

Charles Linsmayer, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Gertrud Leutenegger erreicht in Panischer Frühling eine verblüffende Sicherheit des Erzählens und eine Eleganz, die kein Auftrumpfen nötig hat … in diesem Roman (regiert) ein verführerischer poetischer Zauber, dem alles Aufgesetzte, Pittoreske und künstlich Heraufbeschworene völlig fremd ist.«

Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung

»Es ist das Erzählen, das dem Leben Glanz verleiht, und davon handelt dieses auf wundersame Weise unterhaltende Buch.«

Thomas Andre, SPIEGEL Online

»Als wäre das Offenlegen von Erinnerungen ein Geschenk, mit dem wir uns das Fremde vertraut machen, so ist Panischer Frühling vor allem eine Huldigung an die Kraft des Erzählens, wie es in Gang kommt und wogegen es hilft: Es beschwichtigt die  ›Gespenster der Welt‹. Stimmungsvoll, bilderreich, beklemmend und von schönster Sinnlichkeit.«

Edeldard Abenstein, Deutschlandradio Kultur

»Der Autorin ist eine poetische Verbindung von Großstadtporträt und Erinnerungsbuch gelungen.«

Marie-Louise Zimmermann, Berner Zeitung

»Ein zarter, dichter Roman über die Kunst des Erzählens und die erste Liebe, die Liebe zu den Eltern.«

börsenblatt 02/2014

Audiobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»Kunstvoll greifen die in Bildern schwingenden Erinnerungsströme ineinander, finden ihre Entsprechung in poetischen Beobachtungen der Gegenwart... Ein bewegender, an schönen Bildern reicher Text für versierte Leser.«
Almuth Hochmüller, ekz.bibliotheksservice, 17.04.2014

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