Robert Menasse
Permanente Revolution der Begriffe - Vorträge zur Kritik der Abklärung

Permanente Revolution der Begriffe
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Erschienen: 16.11.2009
edition suhrkamp 2592, Broschur, 123 Seiten
ISBN: 978-3-518-12592-2

Inhalt

… es kommt darauf an, sie wieder zu interpretieren!

Wie kann man die Realität begreifen, wenn schon ihre Begriffe nicht mehr begriffen werden? Das Eigentümliche an großen Begriffen wie „Demokratie“, „Arbeit“, „Religion“, „Kultur“ oder „Europa“ ist, daß sie einer permanenten Banalisierung unterworfen sind: sie wurden zu bloßen Worten, die jeder im Munde führt, die aber nichts mehr bedeuten. Robert Menasse unternimmt dagegen eine permanente Revolution der Begriffe und zeigt: die Welt steht auf dem Kopf, wenn wir die Begriffe wieder auf die Füße stellen. Die Begriffe haben Recht – wir wissen es nicht, aber wir verwenden sie…

Pressestimmen

»… dieser Autor sucht, selbst wenn er polemisiert, nach Begriffen, mit denen man die Wirklichkeit analysieren kann. … Die alte österreichische Verbindung von Wahrheit und Kalauer beherrscht Robert Menasse vorbildlich. … es sind andere Begriffe, die man von Menasse diskutieren lernt: Arbeit, Religion, Demokratie, Kultur, Öffentlichkeit, Kritik, Kunst und Sucht.«

Franz Schuh, Die Zeit

»Immer wieder stellt Menasse überraschende, provozierende Zusammenhänge her, verwirbelt etwa, um der >Kapitalismusreligion< nachzuspüren, so unterschiedliche Aspekte wie Goethes Faust Teil 2, Pavarottis Begräbnis oder die Berichterstattung über den Papstbesuch in Österreich. [...] Er ist nicht zimperlich, wenn er den Lesern heftige polemische Denkanstöße versetzt, kann aber auch amüsant den Unterschied von Metzgern und Intellektuellen erläutern.«

Karl-Ludwig Baader, Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Klug, aufrührerisch, nervtötend, selbstgefällig, essentiell – hier prügelt einer ein auf jedes denkfaule Abnicken des Status quo. … Er erinnert daran, dass Kultur mehr ist als Unterhaltung, nämlich Diskurs, Reflexion, Arbeit an den Begriffen – und so Politik und Wirtschaft systematisch überlegen.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mit der vorliegenden Essaysammlung ist Menasse ein stilistisch ebenbürtiger Nachfolger seiner legendären Frankfurter Poetikvorlesung gelungen. Dialektisch geschult, rhetorisch ausgefeilt und pointensicher.«

Thomas Wagner, junge Welt

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