Colin Crouch
Postdemokratie

Aus dem Englischen von Nikolaus Gramm
Leseprobe » Bestellen »


D: 10,00 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr

Erschienen: 19.05.2008
edition suhrkamp 2540, Taschenbuch, 159 Seiten
ISBN: 978-3-518-12540-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Postdemokratie«: Dieser Begriff des Politikwissenschaftlers Colin Crouch wurde nach dem Erscheinen der Originalausgabe seines Buches zum Kristallisationspunkt der Debatte um Politikverdrossenheit, Sozialabbau und Privatisierung. Crouch hat dabei ein politisches System im Auge, dessen demokratische Institutionen zwar weiterhin formal existieren, das von Bürgern und Politikern aber nicht länger mit Leben gefüllt wird. Der polemische Essay, der in Italien und Großbritannien bereits als Klassiker der Gegenwartsdiagnose gilt, liegt nun endlich auch in deutscher Übersetzung vor.

Im Original erschienen unter dem Titel Postdemocrazia (Gius, Laterza & Figli SpA, Roma-Bari).

Pressestimmen

»Crouch stellt den deutschen Leser vor die reizvolle Aufgabe zu prüfen, ob wir es hierzulande ebenfalls mit einer »postdemokratischen« Überlagerung politischer durch wirtschaftliche Kategorien zu tun haben.«

Claus Offe, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Auf Diktatur folgt Demokratie, ist die glückliche Erfahrung dreier großer Demokratiewellen seit 1945. Und was folgt auf die Demokratie?«

Claus Leggewie, Die Zeit
»Man wünscht dem Essay Erfolg, auch damit die Kapitalismuskritik hierzulande endlich aus der Definitionshoheit einer populistischen Linken herauskommt.«
Literarische Welt

»Es gelingt Crouch, den Schwebezustand von Demokratie zu fassen und die Latenz der Demokratie-Skepsis in den Begriff der »Postdemokratie« zu überführen. Seine Leistung ist es, für Mechanismen des Unterschwelligen zu sensibilisieren. Postdemokratie ist eben nicht nur vordemokratisch im Sinne einer Demokratie- oder Politikverdrossenheit, die Demagogen Zulauf verschafft.«

Kai Schlieter, Die Tageszeitung

»Crouch legt eine brillante Analyse vor. Das Buch ist kritisch, gut durchdacht und aufschlussreich.«

Ralf Jeremias, Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie Band 96/4 (2010)

Kommentare

Ein Buch was stärker erklärt als andere, warum weniger Menschen zur Wahl gehen und warum sich soviele Menschen nicht mehr wieder finden in der Politik der Sachzwänge.

Sicherlich auch angeleitet vom Übergang der römischen Republik ins Kaiserreich, wo ja zuerst einmal auch die Verfassungsmässigen Institutionen in Kraft blieben. Ein Buch zum Nachdenken für jeden einzelnen...
Reiner Girstl, 29.08.2011

Kommentieren