Martin Mulsow
Prekäres Wissen - Eine andere Ideengeschichte der Frühen Neuzeit

Mit zahlreichen, zum Teil farbigen Abbildungen
Prekäres Wissen
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D: 39,95 €
A: 41,10 €
CH: 53,90 sFr

Erschienen: 13.10.2012
Gebunden, 556 Seiten
ISBN: 978-3-518-58583-2

Inhalt

Die Debatte um die Gestalt einer Wissensgeschichte des neuzeitlichen Europa bedarf der Korrektur. Es ist an der Zeit, endlich auch die prekäre Seite zu beleuchten: die Unsicherheit und Gefährdung bestimmter Theorie- und Wissensbestände, den heiklen Status ihres Trägermaterials, die Reaktion auf Bedrohung und Verlust, das Risiko häretischen Transfers. Martin Mulsow begibt sich auf die Spur dieses prekären Wissens mit dem Ziel, es in seiner Bedeutung für den Prozess der europäischen Wissensgeschichte zu rehabilitieren. In materialreichen Fallstudien, die den Zeitraum von der Renaissance bis zur Aufklärung umspannen, präsentiert er die Taktiken, die Intellektuelle ersonnen haben, um mit diesen Fährnissen leben zu können, ihre Rückzugsgesten, ihre Ängste, aber auch ihre Ermutigungen und Versuche, verlorenes Wissen wieder zurückzugewinnen.
Prekäres Wissen handelt nicht von den großen Themen der Metaphysik und Epistemologie, sondern von Randzonen wie der Magie und der Numismatik, der Bibelinterpretation und der Orientalistik. Es geht nicht nur um Theorien, sondern auch um Furcht und Faszination, nicht um die großen Forschergestalten, sondern um vergessene und halbvergessene Gelehrte. Es ist ein Buch voller spannender Geschichten, eine andere Ideengeschichte der Frühen Neuzeit und zugleich der ambitionierte Versuch, den Begriff des Wissens selbst im Zeichen des »material turn«, des »iconic turn« und der Kommunikations- und Informationsgeschichte neu zu denken.

Pressestimmen

»Das ist Futter für die Spezialisten - und trotzdem ist das materialreiche Buch auch den geschichtsinteressierten Laien ein Lektüregenuss... Verständlich und mit großer Begeisterung für den Gegenstand geschrieben, entführt es den Leser in die Welt prekären, unbekannten Wissens, dessen Erforschung gerade erst begonnen hat.«

Florian Welle, Süddeutsche Zeitung

» ...[Martin Mulsow] hat mit Prekäres Wissen ein wissenschaftsgeschichtlich einschneidendes, auch für den interessierten Laien gut nachvollziehbares Buch verfasst.«

Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

»Mit großer Gelehrsamkeit entwirft Mulsow ein Kaleidoskop des Wissensprekariats in der Vormoderne, vorwiegend im Heiligen Römischen Reich...«

Daniel Jütte, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine faszinierend andere Ideengeschichte der frühen Neuzeit, die den >strange facts< der Außenseiter Tribut zollt, ohne sie zu verklären.«

Jutta Person, Philosophie Magazin 1/2013

»Mulsow [hat] ein hochinteressantes, spannendes Buch nicht nur der Ideengeschichte, sondern auch der Kulturgeschichtsschreibung vorgelegt, dem man viele Leser wünscht - und interdisziplinär denkende sowieso.«

Till Kinzel, ifb.bsz-bw.de

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