Hg.: Herlinde Pauer-Studer, Julian Fink
Rechtfertigungen des Unrechts - Das Rechtsdenken im Nationalsozialismus in Originaltexten

Herausgegeben von Herlinde Pauer-Studer und Julian Fink
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D: 22,00 €
A: 22,70 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 14.04.2014
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2043, Taschenbuch, 563 Seiten
ISBN: 978-3-518-29643-1

Inhalt

Auf welchen normativen Grundlagen beruhte das NS-System? Mit welcher Rechtfertigung konnte der Führerwille dort zu einer Quelle des Rechts werden? Wie war es gemäß der NS-Strafgesetzgebung möglich, Handlungen zu bestrafen, die gegen kein geschriebenes Gesetz verstießen?
Die in diesem Band versammelten und kommentierten Originaltexte geben Einblick in das Denken von Rechtstheoretikern, die mit dem Nationalsozialismus sympathisierten, und belegen deren Versuch, autoritäre und dem Rechtsstaat widersprechende Rechtsprinzipien zu legitimieren. Dabei zeigt sich ein überraschender und bis jetzt von der rechts- und moralphilosophischen Forschung weitgehend unbeachteter Aspekt des NS-Unrechtssystems: der Versuch einer »Ethisierung« des Rechts und die damit verbundene Totalisierung des machtstaatlichen Einflusses.

Pressestimmen

»Dieses Buch ist verstörend. Es zeigt, wie das Recht verbogen und dabei formales Recht bleiben kann. Es zeigt, wie eine autoritäre Gewaltherrschaft imstande ist, die Justiz nach ihren Absichten zuzurichten. Das macht dieses Buch besonders aktuell, denn an Gewaltherrschaften fehlt es derzeit auf dieser Erde nicht.«

Armin Thurnher, Falter 37/2014

»Insgesamt ist den HerausgeberInnen sowohl eine wichtige Zusammenstellung von Originaltexten regimetreuer NS-Juristen als auch eine umfassende Einführung in die Legitimierungsstrategien dieser Juristen gelungen.«

Andreas Kerkemeyer, Kritische Justiz 2/2015

»Leser, die mit den Grundlagen der Rechtsordnung der Hitler-Diktatur erst wenig vertraut sind, werden aus den eingangs dargelegten, übersichtlich gegliederten kommentierenden Ausführungen der Herausgeberin den größten Nutzen ziehen.«

Werner Augustinovic

»Der klug ausgewählte und sorgfältig editierte Sammelband enthält viele Texte zum NS-Rechtsdenken [...]«

Matthias Becker, Konkret 11/2014

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