Zygmunt Bauman
Retrotopia

Aus dem Englischen von Frank Jakubzik
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Erschienen: 13.11.2017
Klappenbroschur, 220 Seiten
ISBN: 978-3-518-07331-5
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

»Make America great again«, lautet der Leitspruch des amtierenden US-Präsidenten. Nicht »vorwärts« soll es gehen, wie Barack Obama noch im Wahlkampf von 2012 versprochen hatte, sondern zurück zu alter Größe. Die Menschen scheinen die Hoffnung auf ein besseres Leben in der Zukunft aufgegeben zu haben und wenden sich stattdessen einer angeblich guten alten Zeit zu.

In seinem letzten zu Lebzeiten vollendeten Buch untersucht der große Soziologe und Philosoph Zygmunt Bauman die Gründe für diese globale Epidemie der Nostalgie. Gut fünfhundert Jahre nach der Veröffentlichung von Thomas Morus’ Utopia, so seine These, haben die Nationalstaaten die Fähigkeit eingebüßt, ihre Versprechen auf Wohlstand und Sicherheit einzulösen. Wer in einer globalisierten Welt nach Orientierung sucht, der richtet seinen Blick daher nicht länger auf einen als Ideal verklärten Ort – einen topos –, sondern in eine untote Vergangenheit.

Aus dem Buch

»Mehr denn je befinden wir uns in einer Entweder-oder-Situation: Entweder reichen wir uns die Hände, oder wir teilen uns ein gemeinsames Grab.«

Pressestimmen

»So wichtig die kleinteiligen Untersuchungen sein mögen, so unausweichlich bleibt es, sich mit den großen Zusammenhängen zu befassen, mit dem Rahmen, in dem alle Details passieren und von dem sie nicht wenig von ihrer Bedeutung bekommen.«

Franz Schuh, DIE ZEIT

»In seinem letzten Essay erweist sich Bauman noch einmal als formulierungsstarker Meisterdenker der Globalisierung.«

Romain Leick, Literatur SPIEGEL Nobember 2017

»Sich aus Angst vor Gewalt ›zurück zum Stammesfeuer‹ zu begeben, um sich dann um so gewaltbereiter abzugrenzen, das ist eine scheinbar unauflösliche soziologische Spirale der Gewalt. Sie uns ungeschminkt, ausführlich und sorgfältig belegt vor Augen zu führen ist es, was Retrotopia auszeichnet.«

Jörg Himmelreich, Deutschlandfunk Kultur

»Mit Retrotopia hat Zygmunt Baumann letztmalig seine Gedanken für eine bessere Welt formuliert. Das Handeln müssen nun andere übernehmen.«

Florian Keisinger, Der Tagesspiegel

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