Hg.: Julia Kissina
Revolution Noir - Autoren der russischen »neuen Welle«

Aus dem Russischen von Ingolf Hoppmann, Olga Kouvchinnikova und Annelore Nitschke
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Erschienen: 11.09.2017
Gebunden, 299 Seiten
ISBN: 978-3-518-42766-8
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Mann geht durch Moskau, verirrt sich in die Welt der Engel, ohne seine Umgebung zu verlassen. Er wird ein Doppelagent der Wirklichkeit, der dem Schöpfer auf die Spur kommen will. Paracelsus und Alfred Jarry geistern durch die Texte und Franz Kafka, der noch in den dreißiger Jahren mit Frau, Sohn und Enkelkind ein glückliches, etwas ödes Leben in Prag führte, um sich eines Tages von seinem »Wiedergänger« zu verabschieden.

Hundert Jahre nach den Revolutionen des Jahres 1917 lässt Julia Kissina Autoren zu Wort kommen, die zum antirealistischen Unterstrom der russischen Literatur seit den 60er Jahren gehören. Ihre Lehrer sind Gogol und Charms; die heutigen Vertreter, wie Julia Kissina selbst, häufig Doppelbegabungen: Maler, Bildhauer, Philosophen. Wie alltägliche, scheinbar langweilige Ereignisse sich in etwas Rätselhaftes verwandeln, die Normalität aufgekündigt wird, Traum und Wahn überhand nehmen – Literatur als Wunder der Wahrnehmung ist der gemeinsame Nenner der Prosastücke. 

Dieses Buch hat nichts zu tun mit unserer Vorstellung von der »russischen Seele«, dem slawischen Charakter, dem ewigen Wodka und überhaupt davon, wie man im Osten lebt und denkt. Es befreit uns von den Klischees, die am Sozialismus und an Dostojewski haften, und zeigt uns ein Russland ohne Putin und seine Helden – eine Gesellschaft, die längst Teil der globalen Kultur geworden ist.

Aus dem Buch

»Es gibt keine Zukunft, es gibt keine Wahrheit, alles ist erlaubt!«

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Kommentare

»Eine exzentrische Anthologie, wie es sie in dieser Art noch nicht gegeben hat: schockierend, phantastisch, unheimlich, absurd, subversiv. Von großer sprachlicher Vielgestaltigkeit.«
Ilma Rakusa, 18.05.2017

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