Hans Magnus Enzensberger
Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas

Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas
Leseprobe » Bestellen »


D: 7,00 €
A: 7,20 €
CH: 10,50 sFr

Erschienen: 14.03.2011
Broschur, 73 Seiten
ISBN: 978-3-518-06172-5

Inhalt

»Es sind ungefähr fünfhundert Millionen. So viele Bürger leben zurzeit in der Europäischen Union. Jeder einzelne von ihnen sollte sich die Zeit nehmen, die knapp siebzig Seiten zu lesen, die Hans Magnus Enzensberger jetzt unter dem Titel Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas vorgelegt hat.« Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Europa ist derzeit in aller Munde. Mißtrauen herrscht gegen die fernen Institutionen in Brüssel. Was, fragen sich immer mehr Europäer, treiben unsere weithin unbekannten Vormünder hinter verspiegelten Fassaden, meist verschlossenen Türen und mit einer höchst fragwürdigen Legitimation?

In einem Essay hat sich Hans Magnus Enzensberger der Aufgabe gestellt, zur Aufklärung über die Gebräuche und Spielregeln beizutragen, mit denen das Europa von ‚Brüssel’ uns zu regieren beansprucht: lakonisch und treffsicher, wohlinformiert und bissig, dabei um Gerechtigkeit bemüht, denn das Monster, dem er ins Auge blickt, ist nicht immer nur furchterregend, sondern auch sanft. Dennoch muß der Leser Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

Pressestimmen

»Enzensberger hat gründlich recherchiert. Geduldig zählt er Fakten auf, reiht Indiz an Indiz, wie in einem Kriminalfall. Sein Tonfall ist unverwechselbar: entspannt und präzise, stets sprungbereit und dabei von jener sanften Ironie, unter deren Oberfläche die scharfen Klingen des Vivisekteurs lauern. Enzensberger will nicht einfach mal gegen die EU polemisieren, er will ein in seiner Machtgier sich unaufhaltsam voranwälzendes Ungeheuer entlarven. Dieses Monstrum hat eine Geschichte, aber kaum jemand kennt sie. Enzensberger erzählt von ihr, was jeder Europäer wissen sollte.«

Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wer sich angesichts des Titels eine hitzige Streitschrift gegen „die in Brüssel“ erwartet, wird enttäuscht werden. Enzensberger nähert sich seinem Gegenstand mit wohl tuender Ausgewogenheit, Redseligkeit und Nüchternheit, trotzdem ist der Text äußerst witzig geschrieben. … So kompakt Enzensbergers Text geraten ist, so dicht ist er mit höchst informativen Häppchen angereichert, die das Lesevergnügen erheblich steigern. … Enzensberger ist ganz offenkundig kein dumpfer EU-Gegner, sondern eher ein enttäuschter Liebhaber einer großen Idee, die von der real existierenden Union nur allzu oft veruntreut wird. Er dürfte damit nicht ganz allein sein.«

Christian Ortner, Wiener Zeitung

»Dieser Essay unterschlägt nicht die Positiva, die durch das Näherrücken gewonnen wurden – die niemals belastete Ära friedlicher Nachbarschaft, die Erleichterungen für Verkehr und Wissenstransfer, die Kulanzen im Handelsgeschäft. Doch er warnt eindringlich und hier auf den Spuren von Hannah Arendt vor dem Moloch der Bürokratie, der die Komplexität reduzieren will und dabei immer weitere Komplexitäten schafft.«

Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung

»In dem nur 67 Seiten umfassenden Büchlein gelingt es dem Autor hervorragend, kurz, knapp und bündig all das an Brüssel aufzuzählen, was einen normalen Bürger zur Weißglut bringen könnte, wenn er denn überhaupt von all den Missständen wüsste.«

Bel, Preußische Allgemeine Zeitung

»Es mag nicht sehr originell sein, einen Essay gegen die Bürokratie der Europäischen Union zu schreiben, aber es ist notwendig. Wie wichtig, das belegt die Lektüre von Hans Magnus jüngstem Essay das Sanfte Monster Brüssel

Knut Cordsen, NDR Kultur

»Kritik am europäischen Einigungsprozess gilt als nationalistischer Reflex. … Dass es auch anders geht, führt Hans Magnus Enzensberger in seinem luziden Essay vor. … Enzensberger leistet mit seinem Essay einen essentiellen Beitrag zur politischen Kultur Europas.«

Stephan Wehowsky, journal21.ch

»Fazit: Lesevergnügen zu einem wenig vergnüglichen Thema.«

Ralph Malisch, Smart Investor. Das Magazin für den kritischen Anleger 6/2011

Kommentare

Bin gerade auf Seite 48 angekommen und überaus froh um des Autoren Sinn für Humor. Lacher sind garantiert, sei es dank "Drahtziehern und Ohrenbläsern" oder dem Kommissar, der Dalli heisst, "was ihn zwar beflügeln mag, aber nichts zur Sache hat", und der EU-Mindestgrösse für Kondome..., usw. Der glatte Brüller der Hinweis auf das Wandblild "Raub der Europa" welches im Penthouse des Brüsseler Parlamentsgebäudes hängt.
Sehr gut, dass jemand uns Normalbürgern so klar und einfach vermittelt (und auf nicht allzu vielen Seiten!), wie die EU überhaupt entstand, auf welchem Mist sie gewachsen ist und wer die ursprünglichen Gärtner der "Brussels sprouts" waren.
Angela B. Nussbaumer, 22.10.2011

Kommentieren