Saskia Fischer
Scharmützelwetter - Gedichte

Scharmützelwetter
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Erschienen: 18.08.2008
edition suhrkamp 2557, Broschur, 76 Seiten
ISBN: 978-3-518-12557-1

Inhalt

Kein Frontalangriff, Nebenschauplätze sind es, über denen sich etwas zusammenbraut: Scharmützelwetter. Angriffs- und streitlustig wird ein Fluch ausgestoßen, eine Verstrickung aufgetrennt, kranke Fürsorge abgewiesen – ein lyrisches Ich entledigt sich des Gehorsams und erklärt sich zur Herrin der Lage. Wortwechsel mit Folgen. Eine souveräne Ironie ist dabei Wortführerin der Verse, angetrieben vom Sehnen und Hadern einer ernüchtert Liebenden, die vom Paradiesapfel weiß: »Diese Frucht verführt zu nichts als dem Ende. / Eine simple Sorte Gala / eröffnete die Vertreibung.« Saskia Fischers Gedichte sind erfahrungsgesättigt unsentimental, sehr gegenwärtig und unprätentiös.

Pressestimmen

»Mit reichlich Ironie bezieht die 1971 geborene Lyrikerin die potemkinschen Dörfer der Sprache, flaniert ungeniert auf Gemeinplätzen zwischen wörtlicher und übertragener Bedeutung und erweckt so die Pappfassaden zu neuem Leben.«

Nadja Wünsche, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Unter Scharmützel versteht man im militärischen Sinn gemeinhin kleinere hinterhältige Gefechte, bei denen – im Gegensatz etwa zu richtigen Schlachten – keine Regeln eingehalten werden, die Kämpfe vielmehr wild und ohne klare Frontlinien in alle Richtungen ausstrahlen. Und so befinden sich auch die lakonischen, manchmal fast pragmatisch dokumentierenden Gedichte von Saskia Fischer in angriffiger Laune, wenn sie unter dem Titel Scharmützelwetter von kleinen Verletzungen und tiefen Wunden, von höllisch brennenden Strohfeuern und vom gefährlichen Parfum der Rivalin erzählen. Als Waffen stehen der in Berlin lebenden 38-jährigen Autorin scharfe Zeilen zur Verfügung, die wie Bajonette einzelne Beobachtungen aufspiessen und noch im zappelnden Todeskampf körperwarm präsentieren.«
Neue Zürcher Zeitung

»Scharmützelwetter ließ jeden Kenner der poetischen Kunst mit Neugier auf Ungewöhnliches aufhorchen. ... Saskia Fischer muss unbedingt in Bälde mehr von sich hören lassen.«

Urs Heinz Aerni, Buchhändler Heute 9/2009

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