Anna Altschuk
schwebe zu stand - Gedichte

Mit einem Nachwort von Michail Ryklin und einem Werkstattbericht von Gabriele Leupold und Henrike Schmidt Aus dem Russischen von Gabriele Leupold, Henrike Schmidt und Georg Witte Zweisprachige Ausgabe
schwebe zu stand
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D: 12,00 €
A: 12,40 €
CH: 17,90 sFr

Erschienen: 16.08.2010
edition suhrkamp 2610, Broschur, 167 Seiten
ISBN: 978-3-518-12610-3

Inhalt

Im Frühjahr 2008 wurde die russische Lyrikerin und Künstlerin Anna Altschuk tot aus der Spree geborgen. In Deutschland wußte man zwar, daß sie wegen Teilnahme an der Ausstellung »Achtung, Religion!« in Moskau vor Gericht gestanden hatte, nicht aber, daß sie eine Dichterin in der Tradition der russischen Avantgarde war und einer »Akademie für transrationale Kunst« angehörte. Der vorliegende Band präsentiert einen Querschnitt ihres Schaffens von den freien, rhythmischen Versen der siebziger Jahre bis zu den hochkonzentrierten, aufgeladenen Kürzestgedichten der jüngsten Zeit. Anna Altschuk, die Chlebnikow und Zwetajewa, García Lorca und Sej Shonagon verehrte, spricht über Natur, Liebe und Tod. Sie zerbricht Wörter und Sätze, die ihre verborgenen Bedeutungen freigeben, und fügt die Bestandteile neu zusammen – zu schillernden, auch visuell hochkomplexen, luftigen Gebilden.

Pressestimmen

»Die unter der Federführung von Gabriele Leupold besorgte Auswahl dokumentiert die Entwicklung ihres Schreibens vom konventionellen Versmaß über das Anknüpfen an die Moderne, visuelle und konkrete Poesie bis zum ureigenen Stil. In ihm bilden grafisch, klanglich, grammatikalisch und orthografisch verknüpfte Elemente ein vielfach verschiebbares Beziehungsgeflecht. Worte fließen ineinander, Silben, Buchstaben, Brüche und Klammern akzentuieren einen mit immer wieder anderen Überraschungen aufwartenden Rhythmus. Selten kommen die Verse aus dem Schwebezustand zum Stand. Die deutsche Nachdichtung muss eine gigantische Aufgabe gewesen sein. Gabriele Leupold,. Henrike Schmidt und Georg Witte haben sie so gemeistert, dass Reime und Versmaße, Anagramme, Palindrome und Palimpseste nachvollziehbar bleiben.«

Dorothea von Törne, Die Welt

»Sie zerbricht Wörter und Sätze in eigenwillige Gebilde und fügt ihre Bestandteile neu zusammen, damit sie verborgene Bedeutungen freigeben. Ihr Interesse gilt den ›Atomen‹ der Sprache, die Ohr und Auge ansprechen – Lauten und Schriftzeichen.«

Karlheinz Kasper, Osteuropa 12/2010

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