Jörg Später
Siegfried Kracauer - Eine Biographie

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Erschienen: 29.10.2016
Gebunden, 743 Seiten
ISBN: 978-3-518-42572-5
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Siegfried Kracauer, geboren 1889 in Frankfurt am Main, gestorben 1966 in New York, war in seinem Leben vieles: Architekt und Schriftsteller, Redakteur der Frankfurter Zeitung und gefragte Person des Weimarer Kulturbetriebes, Teil des philosophischen Quartetts mit Adorno, Benjamin und Bloch, Jude und politischer Linker. Von 1933 bis 1941 war er auf der Flucht, zuerst nach Paris, um dann über Marseille und Lissabon nach New York zu gelangen. Dort mischte er in der psychologischen Kriegsführung mit, betätigte sich aber auch als Filmschriftsteller, als Sozialwissenschaftler und zuletzt als das, was er immer war: ein philosophischer Autor.

Jörg Später hat sich auf die Spuren dieses facettenreichen Lebens begeben und die erste große Biographie über diesen außergewöhnlichen Mann geschrieben. Er beleuchtet die Orte und Milieus, lässt uns an den Freundschaften teilhaben und bringt die Werke zum Sprechen. Nicht im Stile einer der Objektivität verpflichteten Chronik zeichnet er das Leben Siegfried Kracauers nach, sondern als große Erzählung einer Existenzbewältigung, die Licht auf ein Jahrhundert der transzendentalen wie profanen Obdachlosigkeit wirft.

50. Todestag von Siegfried Kracauer am 26. November 2016

Pressestimmen

»Es ist eine sorfältig recherchierte, fein geschriebene Lebensgeschichte, aus der man viel über die jüdische Kultur der Weimarer Zeit und deren Nachspiel in der amerikanischen Emigration lernt.«

Willibald Sauerländer, Süddeutsche Zeitung

»Eine wirklich spannende Geschichte.«

Friedrich Wilhelm Graf, Süddeutsche Zeitung

»Jörg Später hat ... eine detailreiche, empathische Biografie veröffentlicht, die einem Regale von Sekundärliteratur erspart.«

Detlev Claussen, taz. die tageszeitung

»Wie Kracauer selbst möchte auch sein Biograf nicht erklären, noch weniger glätten oder zuspitzen – er möchte zeigen. Das Hauptproblem des Biografismus, die Überbetonung des Individuellen, ist damit vermieden.«

Ralf Konersmann, Neue Zürcher Zeitung

»Immens ist Späters geistesgeschichtliche Durchdringung eines aufgewühlten Kosmos der Intelligenz.«

Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Eine beeindruckende Biographie: Frei erzählend und detailgenau, mit unabhängigem Urteil und umfassender Kenntnis gelingt es Später als Erstem, Kracauer gerecht zu werden.«

Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Jörg Später ist eine hervorragende, oft elegante Erzählung über das Phänomen Kracauer gelungen.«

Alexander Cammann, DIE ZEIT

»Es macht die Stärke dieser Biografie aus, dass sie die oft nur scheinbaren Theoriestreitigkeiten in ihren persönlichen Ursachen deutlich macht, ohne in Häme oder Spott zu verfallen.«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel

»Der Biograf überrascht mit gegen Klischees gebürsteten Urteilen, die von guten Gründen ausgehen. Später ... unterläuft die bloße Registrierung von Fakten und Deutungsangeboten und zeigt sich somit als das, was ein Biograf grundsätzlich sein sollte: ein mutiger Historist ... alles in allem ein Glücksfall.«

Thomas Meyer, Süddeutsche Zeitung

»Mit seiner Verbindung von Massenpsychologie und Ästhetik und als Filmkritiker ist Kracauer bis heute interessant; Später zeigt das so luzide wie elegant.«

Elke Schmitter, Literatur Spiegel April 2017

»Die herausragende Qualität von Jörg Späters Biographistik basiert darauf, dass er als gelernter Historiker mit seinen Recherchen in allen Richtungen & Bereichen forscht & seine erzählerische Darstellung ebenso detailliert wie zeithistorisch breit anlegt. … Es entsteht auf den mehr als 600(!) Seiten ein intensiv-detailliertes Zeitbild, das sich immer wieder intensiviert …«

Wolfram Schütte, Glanz&Elend

»… niemals verliert er seine Hauptfigur aus den Augen, und niemals auch den Leser, dem es nach den über sechshundert Seiten Text so vorkommt, als habe er, als Lese-Flaneur, einen überraschend langen, aber höchst anregenden Spaziergang unternommen.«

Tobias Lehmkuhl, Deutschlandfunk

»Nein, es ist wirklich kaum etwas an dieser wirklich großartigen Lebensbeschreibung auszusetzen. Selbst Ungenauigkeiten oder gar Fehler sucht man auf ihren gut 600 Seiten wie die berühmt-berüchtigte Stecknadel im Heuhaufen ... Eine runde, akkurat recherchierte, mit viel Liebe, Kompetenz und Souveränität niedergeschriebene Arbeit.«

Momme Brodersen, IFB - Informationsmittel 17-2

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