Hg.: Claudia Honegger, Sighard Neckel, Chantal Magnin
Strukturierte Verantwortungslosigkeit - Berichte aus der Bankenwelt

Herausgegeben von Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin. Mit einem Text von Elfriede Jelinek
Strukturierte Verantwortungslosigkeit
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D: 16,00 €
A: 16,50 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 24.05.2010
edition suhrkamp 2607, Broschur, 399 Seiten
ISBN: 978-3-518-12607-3

Inhalt

Zur Finanzkrise sind schon viele Publikationen erschienen, sie lassen den zeitweiligen Zusammenbruch der Geldmärkte 2008/2009 jedoch meist als anonymes Geschehen abrollen. Diese Studie befasst sich hingegen mit den handelnden Personen selbst: Wie deuten Banker und Bankerinnen die Finanzkrise? Wie ist es dazu gekommen? Fühlen sie sich verantwortlich für das Debakel? Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin sind mit ihren Forschungsteams in den verschwiegenen Kosmos der Banken eingedrungen und haben mit Finanzfachleuten in Frankfurt am Main, Wien und in der Schweiz gesprochen. Die daraus entstandenen soziologischen Porträts zeichnen ein eindrückliches Panorama der Bankenwelt, ihrer Praktiken und Denkstile. Thematische Essays und Feldbeschreibungen schärfen den analytischen Blick auf eine ökonomische Machtsphäre, in der niemand für die Krise Verantwortung übernehmen mag. Und selbst wenn dies jemand tun wollte, wäre fraglich, ob es angesichts der strukturierten Verantwortungslosigkeit im Finanzwesen überhaupt möglich wäre.

 

Pressestimmen

»Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin haben als Herausgeber unter dem akademisch klingenden Titel Strukturierte Verantwortungslosigkeit ein hoch spannendes Werk zusammengestellt, das den menschlichen Faktor in den Mittelpunkt rückt, aber die ökonomischen Ursachen nicht ausklammert.«

Jörn Genoux, Kieler Nachrichten

»Es kommt nüchtern und still daher und ist doch ein spektakuläres Buch geworden...Wissenschaft of its best, weil sie hart an der Aktualität ist und doch mehr leistet, als der normale Essayismus oder Journalismus. Wenn man dieses Buch liest, dann weiß man wieder einmal, wozu Soziologie nützlich sein kann.«

Robert Misik, Falter 27/2010

»Die 31 Interviews mit Personen, die ein breites Spektrum von Statuspositionen und Aufgabenbereichen abdecken, bieten ein Panorama der in der Bankenwelt Agierenden, ihrer Praktiken und Denkstile. Der dankenswerte und spannende Bericht der Soziologen aus der Bankenwelt zeigt, dass solide Banker der Hilfe von außen bedürfen, damit nicht bloß das Finanzkasino saniert wird.«

Rolf Wiggershaus, Frankfurter Rundschau

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