Peter Handke
Tage und Werke - Begleitschreiben

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CH: 32,90 sFr

Erschienen: 07.12.2015
Gebunden, 287 Seiten
ISBN: 978-3-518-42492-6
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Inhalt

2013 feierte Peter Handke, im Stillen und allein, sein Berufsjubiläum: Im Juni 1963 hatte er die Gewissheit, »das Schreiben, Aufschreiben, Verknüpfen, Unverknüpftlassen ist mein möglicher Beruf«. Zum Dasein als Schriftsteller gehört notwendigerweise eine Existenz als Leser. Und über das Gelesene schreibt er dann in der Regel: Solches Wechseln zwischen den Positionen ist Peter Handke, wie seine Essay-Bände seit Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms aus dem Jahre 1972 belegen, zur lieben Gewohnheit geworden. Der vorliegende Band versammelt Texte ausschließlich zur Literatur, also Begleitschreiben zu Autoren und ihren Büchern.

Doch unter der Hand verwandeln sich bei Peter Handke die Schreiben zu einem Buch in eine Erzählung. Das geht dann so: »Gestern, am Sonntagabend, ist mir eine besondere Schönheit ›begegnet‹, nicht ›angekommen‹, wie NOFRETETE, sondern mir begegnend als Schönheit zugleich mich bewegend: Da stieg ich auf gut Glück in den Vorortzug nach Versailles, und mit mir im ziemlich leeren Abteil, da und dort, saßen drei eher junge Männer. Und sie alle drei lasen. Und sie lasen ein jeder ein Buch, und es war das jeweils ein ernstes Buch – es war, Schönheit der Bücher wie der drei Leser, offenbar die alte, die ernste, die ewig neue Literatur. Und es wurde so im Waggon Raum, wie selten ein Raum. Und als ich gegen Mitternacht zurückkam mit einem anderen Zug, da saß, gelehnt an die Bahnhofsmauer hier, noch ein so leuchtend ernster Leser, wartend auf den letzten Bus in die Garnison oben auf dem Plateau von Villacoublay. Und so grüße ich alle Euch ernsten Leser zum ›Schreiben als Wiederentdeckung‹.«

Pressestimmen

»Dieser Band ist ein Ereignis.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Nur ein Begleitschreiben zum Hauptwerk, ist dieses Buch zugleich und trotzdem ein fraglos schönes Geleit-Schreiben. Für alle wirklichen, alle ernsten Leser

Steffen Georgi, Leipziger Volkszeitung

»Man spürt Handkes intensive Leselust, seinen originellen, kritischen Zugriff, der sich auch vor großen Namen nicht duckt.«

Augsburger Allgemeine

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