Hans-Ulrich Treichel
Tagesanbruch

Leseprobe » Bestellen »


D: 17,95 €
A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 09.05.2016
Gebunden, 86 Seiten
ISBN: 978-3-518-42525-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Eine Mutter hält ihren erwachsenen Sohn in den Armen. Er ist tot, wie sich bald herausstellt; sie hat ihn während der letzten Monate seiner Erkrankung gepflegt. Bevor die alte Frau den Arzt ruft, beginnt sie mit dem Sohn ein letztes Gespräch, einen Monolog, der zur Bilanz und zur Erinnerung wird: an ein Leben an der Seite eines kriegsversehrten Mannes, an das gemeinsam geführte Textilgeschäft im Nachkriegsdeutschland, an das Glück, ein Klavier anzuschaffen, »etwas von Dauer«, schwarzglänzend und für den einzigen Sohn, den sie liebte und der doch immer ein Fremder für sie geblieben ist. Denn seine Existenz verdankt sich womöglich einer traumatischen Gewalterfahrung, die sie zeitlebens bedrängt hat.

Tagesanbruch führt ins Zentrum von Hans-Ulrich Treichels Schreiben, ganz nah heran an die Schmerzpunkte von Verlust und Verlorenheit. Es ist die eindringliche, tieftraurige Erzählung einer Frau, die am Totenbett ihres Kindes endlich all das auszusprechen versucht, was sie niemals ausgesprochen hat; und am Ende doch bekennen muss, dass ihr die Worte versagen. Denn »es gibt Dinge, die verschweigt man sogar den Toten«.

Aus dem Buch

»Es gibt Dinge, die verschweigt man sogar den Toten.«

Pressestimmen

»Treichels sprachlich und stilistisch hoch verdichtete Darstellung eines einfachen und zugleich unerhörten Lebens klingt lange nach.«

Claus-Ulrich Bielefeld, Die Literarische Welt
» ... eine dichte Erzählung über all das, was in der Kriegsgeneration ungesagt blieb.«
stern

»Treichel war und ist glänzend in der Heraufbeschwörung dieser engen Nachkriegsatmosphäre und deren Alternativlosigkeit.«

Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau

» ... ein elementares Werk über die Nachkriegsgesellschaft.«

Christian Buß, Spiegel Online
» ... berührt mehr als manch ein vielhundertseitiger ausschweifender Familienroman.«
Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur

»Das ist schon meisterlich zart gezeichnet von Treichel«

Rolf Birkholz, Neue Westfälische

» ... es braucht keine komplizierten, verschachtelten Handlungsstränge, keine ausschweifende Erzähl-Architektur. Treichels Verdichtung wirkt in all ihrer Konzentration. Tagesanbruch gehört zu den seltenen literarischen Kostbarkeiten, die man nur mit Bedauern aus der Hand legt.«

Claudia Christophersen, NDR

»Hans-Ulrich Treichels neuer Erzählungsband Tagesanbruch führt mitten hinein in Dinge, denen man in diesem Leben nicht entkommt: Schmerz, Verlust, Verlorenheit.«

Der Tagesspiegel

»Eine großartige Erzählung«

Peter Mohr, Wiener Zeitung

»Sorgfältig sind die Motive verzahnt, behutsam wird zumindest vor sich selbst das Schweigen gebrochen«

Ulrich Steinmetzger, Thüringische Landeszeitung

Veranstaltungen

Kommentare

»Eine intensive Erzählung.«
Christine Razum, 10.01.2017

Kommentieren