Hans Blumenberg
Theorie der Lebenswelt

Herausgegeben von Manfred Sommer
Theorie der Lebenswelt
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D: 29,80 €
A: 30,70 €
CH: 40,90 sFr

Erschienen: 19.04.2010
Gebunden, 253 Seiten
ISBN: 978-3-518-58540-5

Inhalt

Zu den heftig diskutierten Themen der zeitgenössischen Philosophie gehört die Frage nach der Lebenswelt. Oft erscheint sie als eine Welt des alltäglichen Handelns, aus der die Philosophie entspringt, ohne doch in ihr aufgehen zu können. Zum 90. Geburtstag von Hans Blumenberg präsentiert der Suhrkamp Verlag nun einen Nachlaßtext, in dem der Philosoph das Problem weit radikaler faßt. Blumenberg begreift die Lebenswelt nicht als faktische Welt oder Alltagswelt, sondern als die Welt, wie sie wäre, wenn es in ihr keine unbeantworteten Fragen, keine unbefriedigten Bedürfnisse, keine ungesicherten Aussagen gäbe. In dieser Welt der Selbstverständlichkeit ist Philosophie noch nicht möglich oder nicht mehr nötig. Von Kants »Ding an sich« über die Schwarzen Löcher der Astronomen bis hin zum Zustand wunschlosen Glücks reichen Blumenbergs Vergleiche, die auf immer wieder überraschende Weise beleuchten, worin die Schwierigkeiten liegen, die Lebenswelt überhaupt zum Gegenstand von Erkenntnis zu machen. Es zeigt sich, daß die Beziehung zwischen Theorie und Lebenswelt in einer Erfahrung des Verlusts gesucht werden muß: Wissenschaft ist nichts anderes als der Versuch, mit den Folgen des Verschwindens von Selbstverständlichkeit fertig zu werden.

Pressestimmen

»Blumenberg bleibt auf eigene Weise lebendig, und bekräftigt wird dies durch die gerade aus dem Nachlass veröffentlichte Theorie der Lebenswelt. Vieles, das in diesem Buch steht, ist Lesern Blumenbergs geläufig. Wer es kennt, wird sein bedeutsames Plädoyer für die Selbstbeschränkung und Selbsterhaltung der Vernunft auch in diesem Buch wiederentdecken; wer es mag, wird es sich nochmals anhören. Und doch fühlt man sich durch manches neu belehrt – und auch noch gut unterhalten.«

Dieter Thomä, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wer sich so rückhaltlos wie er auf die Lebenswelt einlässt, ja in sie hineinwirft, darf sich mit ihm darüber wundern, dass hier trotz – oder nicht vielmehr wegen – der vielen Unbestimmtheiten und Unsicherheiten ganz gut zu leben ist. Blumenberg findet unzählige Beispiele, sie reichen von den angeblich so sehr auf exakte Rechtwissenschaften bis hin zu ganz alltäglichen Situationen.«

Christian Schlüter, Frankfurter Rundschau

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