Thomas Meinecke
Tomboy - Roman

Tomboy
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D: 18,99 €
A: 19,60 €
CH: 27,50 sFr

Erschienen: 31.08.1998
Gebunden, 251 Seiten
ISBN: 978-3-518-40995-4

Inhalt

Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Es treten auf: die »zwangsheterosexuelle« Vivian Atkinson, damit beschäftigt, in ihrer Magisterarbeit die Philosophie der amerikanischen Feministin Judith Butler und die Irrtümer Otto Weiningers über Geschlecht und Charakter in Verbindung zu bringen. Da sind der feministische Gelegenheitsarzthelfer Hans Mühlenkamm, die bisexuelle Tennisspielerin Korinna Kohn und die lesbische Doktorandin Franke Stöver, die mit Vivian Bücher und Platten tauschen. Und da ist Fraukes »phallische Verlobte« Angela, ehemals Angelo, die das katholische Frauenmagazin »Monika« abonniert hat, weil sie »ganz einfach Frau« sein will. In Tomboy geraten die Geschlechterverhältnisse ins Tanzen, die Polarität männlich/weiblich wird zum Schmelzen gebracht, als konstruiert entlarvt und in ein Oszillieren überführt - was das Leben nicht einfacher macht.

Pressestimmen

»In den famosen Romanen Thomas Meineckes sieht (Eckhard) Schumacher die Möglichkeit dargestellt, ein Leben aus der leidenschaftlich-dilettantischen Beschäftigung mit Bruchstücken von Wissen und akademischen Diskursen, mit Songs und kulturellen Artefakten, aber auch mit den unabweisbaren Fragen nach der eigenen Identität und dem eigenen Weg in der Welt ästhetisch zu realisieren. Bücher wie Tomboy oder Hellblau erscheinen in diesem Licht wie eine Antwort auf Musils Versuch, die Welt hinter den uferlosen Diskursen wiederzuerlangen: als stellten sie die Frage, wie eine lebendige Welt inmitten der Diskurse zu gewinnen sei, nachdem Dilettantismus zum Schicksal geworden ist.«

Michael Adrian, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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