»Sie ist erst achtundzwanzig, verfügt über eine breite lyrische Palette und über einen Tonfall, der sich sofort einprägt: Valžyna Mort, die zierliche Dichterin aus Minsk, die es vor Jahren nach Washington D. C. verschlagen hat. ... ›Tränenfabrik‹ heißt der deutsche Auswahlband in Katharina Narbutovics sensibler Übertragung, und er ist eine Entdeckung der besonderen Art. Denn Morts Gedichte enthalten ganze Welten: west-östliche Landschaften und Befindlichkeiten, Alltags- und Märchenszenarien, visionäre Utopien und lakonische Einsichten, berückende Erinnerungsbilder und abgründige Todesmetaphern. Nicht nur die Vielfalt der Motive überrascht, sondern auch die der Register: zwischen heiter und melancholisch, zwischen verträumt und schonungslos direkt. ... Valžyna Morts Gedichte gehen unter die Haut, ja sie tun weh.«
Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung
»Lyrik von Weltrang ... eine Lyrikerin, deren Charisma und Leidenschaft für die Musikalität der Sprache aus jedem ihrer Gedichte klingt.«
Insa Wilke, Die Zeit
»Valzhyna Morts Stil ist aggressiv bis melancholisch, nüchtern bis nostalgisch, deskriptiv bis aphoristisch.«
Behrang Samsami, Berliner Literaturkritik
»Im vergangenen Jahr bekam die Weißrussin den Hubert-Burda-Preis für junge osteuropäische Lyrik. Mort, die auch aus dem Englischen und Polnischen übersetzt, tritt nicht nur in Leipzig, Göttingen und Berlin auf; auch im Bowery Poetry Club in New York machte sie Furore. Heute lebt sie in Washington D.C. und hält Poetikvorlesungen an der Universität Baltimore. Ihre Gedichte schrieb sie von Anfang an in Weißrussisch, der durch mündliche Überlieferungen lebendig erhaltenen Sprache des Volkes. In ihrem Nachwort spricht Valzyna Mort von der größeren Weichheit des Weißrussischen, von den Lauten, die sich zu Wortakkorden formen. Sie spielt ihr Wort-Akkordeon mit angriffslustiger Direktheit. Die fließenden Übergänge der Sprachmusik werden jäh durch drastische umgangssprachliche Elemente zum Stolpern gebracht. Das klingt - auch in der sensiblen Übersetzung von Katharina Narbutovic - melodiös und ist doch im Subtext wutentbrannt schroff.«
Literarische Welt
»Valžyna Mort, geboren in Minsk und zu Hause in Washington D.C., verbindet den kämpferischen Ton weißrussischer Underground-Literatur mit dem Selbstbewusstsein amerikanischer Beat- und Slam-Poetry.«
Frank Kaspar, WDR 3 Passagen
»Valžyna Mort ... schreibt Gedichte und kurze Prosa mit zornigem Pathos, zärtlichen Gefühlen, vital in jeder Hinsicht: politisch, erotisch, kritisch. Alles lebt in ihren Gedichten, die Sprache, die Bilder, die Emotionen. ... Diese Dichterin ist ein Versprechen«
Erika Ackermann, Tagblatt
»In den Gedichten von Valžhyna Mort sind animistische Vorgänge zu beobachten. Ob Wüsten, Meere, Himmelskörper oder tote Gegenstände - was diese 1981 in Minsk geborene Lyrikerin mit ihrer Sprache berührt, wird lebendig. ... Ob es ums Erwachsenwerden, um Einsamkeit, Familie oder Städte geht - die Motive von Valžhyna Mort, die ihre Gedichte oft in Nordamerika verortet, sind universell. Und doch kommt dieses Ausnahmetalent, das in Amerika lebt, immer wieder auf das verschlossene Heimatland zurück ... .«
spe (Stefanie Peter), Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Valžyna Mort geht über das gern »postmodern« genannte Spiel mit dem Sprachmaterial tatsächlich weit hinaus, ihre Musikalität trägt verwirrend anachronistische Züge - sie ist am ehesten von den zeitlos schrägen Tönen des Akkordeons geprägt, von Schrammelmusik mit Punk- und Kalinka-Elementen. ... Valžyna Mort bespielt den geheimnisvollen Zwischenraum zwischen Sprache und Körper. Sie nähert ihre Lyrik auf eine bisher so noch nicht gehörte Weise dem alten Ideal an, der Musik.«
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung
»Die 1981 im weißrussischen Minsk geborene Lyrikerin verblüfft durch eine mal pathetisch aufgeladene, mal ironisch gebrochene, aber immer wieder poetisch eigene und faszinierende Sprache, in der sich die zeitgenössischen Umbrüche widerspiegeln, die diese Umbrüche aber auch in überraschende neue Bilder verarbeitet.«
Helmut Böttiger, Deutschlandradio Kultur
»Kaum zu glauben, dass Valžyna Mort Jahrgang 1981 ist, so reich und vielfältig ist ihre lyrische Welt, so ausgefeilt ihre Sprache.«
Ilma Rakusa, Osteuropa 6/2010