Joseph Townsend
Über die Armengesetze - Streitschrift eines Menschenfreundes

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Philipp Lepenies Aus dem Englischen von Christa Krüger
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Erschienen: 24.01.2011
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1982, Taschenbuch, 123 Seiten
ISBN: 978-3-518-29582-3

Inhalt

Joseph Townsends 1786 verfaßte und bislang nicht auf deutsch vorliegende Schrift ist einer der einflußreichsten Texte, der je über das Thema Armut geschrieben wurde. Das Universalgenie Townsend nahm darin drei grundlegende Entdeckungen vorweg: Malthus’ Bevölkerungsprinzip, Darwins natürliche Selektion sowie die Theorie, daß Märkte am besten funktionieren, wenn man sie sich selbst überläßt. Seine Überlegungen, wie der Staat Bedürftigen helfen und gleichzeitig Vorkehrungen treffen muß, um die Arbeitsfähigen wieder in den Erwerbsprozeß einzugliedern, haben nichts an Aktualität eingebüßt. Das Nachwort des Herausgebers umreißt den historischen Kontext des Werkes und stellt Bezüge zu heutigen Debatten her. Eine Entdeckung!

Kommentare

Das Buch ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, der Pessimismus der Überbevölkerung, der mit den Grenzen des Wachstums seinen Ausdruck im 20. Jahrhundert fand, erscheint zum ersten Mal, dazu kommt der Glaube, dass nur die Stärksten und die Besten überleben. Genauso wie die Märkte alles am Besten regeln, aber die Gesetze die Entfaltung der Märkte hindern. Ja selbst die These, dass wenn die Löhne steigen, alle Fabriken aus dem Land verschwinden, erscheint in diesem Buch.

Was das Buch viel mehr zeigt, ist das bestimmte Grundgedanken in der Aufklärung enstanden sind, die später zu wissenschaftlich und empirisch belegten Überzeugungen wurden.
Reiner Girstl, 28.02.2012

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