Avishai Margalit
Über Kompromisse - und faule Kompromisse

Aus dem Englischen von Michael Bischoff
Über Kompromisse - und faule Kompromisse
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D: 22,90 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 18.04.2011
Gebunden, 251 Seiten
ISBN: 978-3-518-58564-1

»Was Avishai Margalits Studie schließlich unbedingt lesenswert macht, ist der Versuch, die Möglichkeiten von Kompromissen selbst in heikelsten politischen Situationen nachzuweisen. Hier schreibt jemand weitgehend klar und reflektiert ...«

Thomas Meyer, Die Zeit

Inhalt

Der Kompromiß ist unverzichtbares Mittel der Politik und an sich eine schöne und verdienstvolle Sache, zumal wenn es um Krieg und Frieden geht. Allerdings gibt es auch für Kompromisse moralische Grenzen. Werden diese verletzt, wird der Kompromiß selbst kompromittiert; er ist faul, er »stinkt« und kontaminiert den Frieden, den er vielleicht gestiftet hat. Das jedenfalls behauptet der renommierte israelische Philosoph Avishai Margalit in seinem neuen Buch. Aber welche Grenzen sind das? An welchem Punkt wird aus einem Kompromißfrieden ein ungerechter Friede? Was ist überhaupt ein gerechter Friede?
Anders als der Begriff des gerechten Krieges hat die Frage nach dem gerechten Frieden bislang kaum Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und auch dem Kompromiß als Kategorie politischen Denkens und Handelns wurde bislang wenig theoretische Beachtung geschenkt. Anhand zahlreicher historischer Beispiele – allen voran das Münchener Abkommen, die Konferenz von Jalta und die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen – durchmißt Margalit das begriffliche Feld des politischen Kompromisses in all seinen Facetten und erschüttert bisweilen die Gewißheit, daß Frieden per se die richtige Lösung ist, gleichgültig, um welchen Preis er erkauft wurde. In souveräner Kombination aus anspruchsvoller philosophischer Analyse, historischer Betrachtung und politischer Urteilskraft erhellt er die Logik des Kompromisses und fördert dabei überraschende Einsichten zutage: über Krieg und ...

»Was Avishai Margalits Studie schließlich unbedingt lesenswert macht, ist der Versuch, die Möglichkeiten von Kompromissen selbst in heikelsten politischen Situationen nachzuweisen. Hier schreibt jemand weitgehend klar und reflektiert ...«

Thomas Meyer, Die Zeit

 

Inhalt

Der Kompromiß ist unverzichtbares Mittel der Politik und an sich eine schöne und verdienstvolle Sache, zumal wenn es um Krieg und Frieden geht. Allerdings gibt es auch für Kompromisse moralische Grenzen. Werden diese verletzt, wird der Kompromiß selbst kompromittiert; er ist faul, er »stinkt« und kontaminiert den Frieden, den er vielleicht gestiftet hat. Das jedenfalls behauptet der renommierte israelische Philosoph Avishai Margalit in seinem neuen Buch. Aber welche Grenzen sind das? An welchem Punkt wird aus einem Kompromißfrieden ein ungerechter Friede? Was ist überhaupt ein gerechter Friede?
Anders als der Begriff des gerechten Krieges hat die Frage nach dem gerechten Frieden bislang kaum Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und auch dem Kompromiß als Kategorie politischen Denkens und Handelns wurde bislang wenig theoretische Beachtung geschenkt. Anhand zahlreicher historischer Beispiele – allen voran das Münchener Abkommen, die Konferenz von Jalta und die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen – durchmißt Margalit das begriffliche Feld des politischen Kompromisses in all seinen Facetten und erschüttert bisweilen die Gewißheit, daß Frieden per se die richtige Lösung ist, gleichgültig, um welchen Preis er erkauft wurde. In souveräner Kombination aus anspruchsvoller philosophischer Analyse, historischer Betrachtung und politischer Urteilskraft erhellt er die Logik des Kompromisses und fördert dabei überraschende Einsichten zutage: über Krieg und Frieden, Gerechtigkeit und Fanatismus, über das Böse. Ein elegantes und wichtiges Buch.

Pressestimmen

»Die Leser erwartet ein ganz hochspannendes Buch über ein Thema, das oft vernachlässigt gewesen ist, aber eminent wichtig, eigentlich ein moralphilosophisches Thema, die Frage nach Kompromissen, wann man sie eingehen kann, wann man sie eingehen soll. Und eigentlich geht es so sehr wie um politische auch um persönliche Kompromisse, die jeder im Leben eingehen muss. Avishai Margalit sagt dazu: ›Was wir sind, entscheidet sich eigentlich nicht an den Idealen, die wir haben, sondern vielmehr daran, welche Kompromisse wir eingehen in unserem Leben.‹«

Alexandra Kemmerer , Deutschlandradio Kultur

»Auch wenn Margalits Überlegungen viele weitere Fragen aufwerfen und seine begrifflichen Unterscheidungen an einigen Stellen genauer hätten ausgeführt werden können, ändert das nichts daran, dass er ein wichtiges Buch geschrieben hat. Über die politische Relevanz des Themas hinaus ist das vor allem der Exemplifikation einer Art von Politischer Philosophie zu verdanken, die über das ewige Schwanken zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik, Idealismus und Realismus hinausführt, ohne Abstriche am Realitätsgehalt oder am normativen Anspruch zu machen – und die im deutschsprachigen Raum recht rar ist.«

Robin Calikates, Frankfurter Rundschau

»Margalit vereinbart Bescheidenheit und Ambition. Er maßt sich nicht an, Lösungen für alle Konfliktsituationen parat zu haben und verzichtet dennoch nicht auf die Formulierung hoher moralischer Ansprüche an unseren Regierenden. Kompromissbereitschaft ist nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln: So lautet die anregende Botschaft eines Moralphilosophen, der nie belehrt, aber sich weiter einmischen will.«

Claire-Lise Buis, WDR 3

»Wer es versteht, mit einem Zentnergewicht auf den Schultern leichtfüßig daher zu kommen, hat die höchste Stufe seiner Wissenschaft erreicht. Bei Margalit lässt es sich lernen! ... Seinen Essay sollte jeder lesen, der sich Gedanken über die Moral in der Politik macht. Er wird daraus viel lernen können, vielleicht vor allem, dass unser aller Werte in Konflikt miteinander geraten können.«

Jacques Schuster, Die Literarische Welt

»Säuberlich sortiert Margalit die zugehörigen Probleme – eine wichtige Vorarbeit für die Systematik eines Themas, das unter politischen Idealisten einen allzu schlechten Ruf hat.«

Elke Gebhardt, Deutschlandradio Kultur

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