Marceline Loridan-Ivens, Judith Perrignon
Und du bist nicht zurückgekommen

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer
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D: 15,00 €
A: 15,50 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 07.09.2015
Gebunden, 111 Seiten
ISBN: 978-3-458-17660-2
Auch als eBook erhältlich

»Ein eindrucksvolles Werk.«

Jakob Mühle, Jüdische Allgemeine Online

 

Das einzigartige Zeugnis einer der letzten Holocaust-Überlebenden

Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.

Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen.
Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«

Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.

Im Original erschienen unter dem Titel Et tu n'es pas revenu (Grasset).

Aus dem Buch

»Man erfriert im Lager von innen her, um nicht zu sterben.«

Pressestimmen

»Als das Buch im Februar in Frankreich erschien, schickte es Schockwellen durch die Feuilletons und Kultursender, so komprimiert ist der Schmerz, der aus diesen gerade mal hundertelf Seiten spricht, so konzis sind ihre Erinnerungen.«

Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung

»… eine Liebeserklärung an den verlorenen Vater, die niemanden ungerührt lässt. Vor allem aber ist Und du bist nicht zurückgekommen die Selbstauskunft einer unerbittlichen Kämpferin...«

Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein wahrhaftiges und wortgewaltiges Zeitzeugnis, dem man gebannt bis zur letzten Zeile folgt.«

Johanna Wiencken, Brigitte Woman 10/2015

»Die Sprache leicht und luzide; der Ton wehmütig, heiter und fragend; der Blick klar und illusionslos. Der Inhalt schnürt die Kehle zu.«

Matthias Hennig, Neue Zürcher Zeitung

»... eine literarische Rarität.«

Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel
»Ein packendes biografisches Dokument, das die Unmöglichkeit des Weiterlebens nach dem Grauen und die grausame Erinnerungslosigkeit einer nicht damit konfrontierten Gesellschaft umkreist.«
Karoline Knappe, rbb Inforadio

»Man liest es benommen, bewegt, erschüttert.«

Le Nouvel Observateur

»In der Literatur geschehen manchmal Wunder, dann erscheint ein solches Buch, das ohne jedes Pathos und ohne jede Inszenierung auskommt, von einer Autorin, die die Dinge sagt, wie sie sind.«

Le magazine littéraire

»Das unvergessliche Zeugnis einer Überlebenden.«

ELLE

»Man könnte meinen, dass nach den Büchern Primo Levis oder Robert Antelmes, nach Filmen Claude Lanzmanns alles gesagt gewesen wäre. Marceline Loridan-Ivens zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist.«

Le Journal du Dimanche

»Ein Zeugnis von seltener Intensität und außergewöhnlicher Kraft.«

Le Figaro

Videobeiträge

Kommentare

»Das kleine Buch ist ein bewegendes Zeugnis einer Überlebenden, die wie viele Andere, die ein ähnliches Schicksal hatten, ihr ganzes Leben lang damit hadern, überlebt zu haben und das Lager nie mehr aus ihrer Seele bekommen.«
Winfried Stanzick, Amazon-Rezensent, 09.03.2016

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