Elisabeth Rank
Und im Zweifel für dich selbst - Roman

Und im Zweifel für dich selbst
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Erschienen: 22.02.2010
suhrkamp taschenbuch 4143, Klappenbroschur, 200 Seiten
ISBN: 978-3-518-46143-3

Inhalt

Wenn man zwanzig ist und nie auf die Idee kommen würde, jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte – wie geht man dann mit dem Tod des Geliebten um?

Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stücke. Berlin, Prüfungen, Partys - nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. »Nutze den Tag« war nur ein hübscher Spruch in Schönschrift. Als sie plötzlich mit einem schrecklichen Verlust klarkommen müssen, setzen sie sich ins Auto und fahren los, erst mal nur weg, kreuz und quer durchs sommerlich heiße Mecklenburg, Hauptsache nicht zurück, denn zu Hause wird alles anders sein. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, und Tonia, die Erzählerin, begreift: So sehr man glaubt, die Welt bleibt stehen, es geht immer weiter. Für die anderen, die noch da sind. Für die neue Liebe. Und im Zweifel für sich selbst.

»Am Rand der Landstraße hielten wir an, um zu rauchen. Nebeneinander lehnten wir am Auto, es mußte schön ausgesehen haben für die, die in den Autos saßen und an uns vorbeifuhren. Zwei Beine in einem Rock und zwei Beine in einer engen Hose, wehende Haare und Zigaretten zwischen den Fingern. Wie Cowboys standen wir, und vielleicht dachten sie, wir fänden das gut, wir würden das genießen.«

Elisabeth Ranks literarisches Debüt ist ein Generationenporträt und der Roman eines Lebensgefühls: die Geschichte der ersten echten Krise im Erwachsenenleben, erzählt als Roadstory.

 

Pressestimmen

»Es ist ein Buch über eine Freundschaft, die so tief geht, dass niemand den anderen um etwas bitten muss. Über Trauer und die Feststellung, dass ihre Bewältigung vor allem Zeit braucht – egal, welches ›Lebensgefühl‹ einen dabei begleitet. Elisabeth Rank ist ein stilles, starkes Debüt gelungen, das keine Schublade braucht.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Elisabeth Ranks Roman ist eine gelungene Kreuzung aus Road-Movie-Setting und ernsthaftem Coming-of-Age-Roman.«

Tina Rath, Berliner Literaturkritik

»Elisabeth Ranks Sprache ist schwebend, beinahe wie ein Gegensatz zur Erdigkeit des Todes.«

Martina Bauer, fm4.orf.at

»Ohne Worte. Einfach lesen. Glücklich sein.«

Jan Drees, 1LIVE.de

»Ein zarter Roman über den größten Verlust.«

Verena Lugert, Neon Mai 2010

»Ein feinsinniges, atmosphärisch dichtes Buch, das sich den großen Themen Tod und Loslassen behutsam nähert, ohne dabei in Sentimentalitäten zu verfallen. Rank gibt den Figuren Zeit, langsam wieder zu sich zu kommen, und lässt sie in kleinen Schritten zurück in einen Alltag finden.«

Janine Schemmer, OPAK Magazin Mai-Juli 2010

»Feiern und bloggen: Elisabeth Rank lebt so, wie das Klischee es von einer 25-Jährigen erwartet. Die Sprache ihres ersten Romans ist älter. Hier geht es um den Tod und wie man über einen Verlust hinwegkommt.«

Jan Drees, Bücher-Magazin Feb/März 2010

 »Schon im Oktober letzten Jahres, bereits nach den ersten zaghaften Worten, die Elisabeth Rank zum aller ersten Jour Fitz aus ihrem Debutroman Und im Zweifel für dich selbst vorlas wusste ich, dass dies mal eines der Bücher werden wird, die man nicht nur ein mal und auch nicht nur zwei mal liest. Eines der Bücher, die man ein Leben lang hegt und pflegt, die man Menschen ans Herz legt die einem am Herz liegen. Etwas besonderes. ... Ich habe das letzte Kapitel noch nicht gelesen. Ich habe Angst. Ich will nicht, dass es schon zu Ende ist, weil es zu schön ist um schon zu Ende zu sein.«

Meandering Soul

»... It’s been a really long time since I read a book in a day. It was so captivating. ... Maybe there will also be a small piece from your own life intertwined into the story. One you might have already forgotten about. Then you read those few words and remember that one tiny moment of your life and that whole summer comes back to your mind...«

ktinka.de

»durch ihren zum teil fast hyperfokussierenden blick auf bildausschnitte,  gerüche,  körpersprache, details,  öffnet sie mit dem außen mein innen. während ich lese, möchte ich die ganze zeit zeichnen.  die bilder in meinem kopf festhalten, sie manchmal vielleicht auch wieder los werden, weil sie sich um meine seele legen und dort liegen bleiben. zu nah sind. es gibt sätze, die ich immer und immer wieder lese. weil sie mich wegbeamen, ich plötzlich die sonne auf meinen beinen spüre und den wind riechen kann. weil sie ein lebensgefühl zurück holen, aus meiner ganz eigenen geschichte. und so lese ich gegen meine gewohnheiten die 200 seiten nicht in einem rutsch, wie ich es sonst tue wenn mir ein buch gefällt, sondern verwahre die kostbaren worte...«     

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Kommentare

Es war wunderbar traurigschön und so echt. Danke dafür.
Angie, 01.07.2010

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