Arno Schmidt
»Und nun auf, zum Postauto!!« - Briefe von Arno Schmidt

Herausgegeben von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag
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Erschienen: 21.10.2013
Halbleinen, 295 Seiten
ISBN: 978-3-518-80370-7

Aus der Korrespondenz eines genialischen Einzelgängers

»So! : ich hätte’s wieder mal überlebt. ... Das Ergebnis? Je nun; ich bin da realistisch ... Besseres, als ich bereits vorgelegt habe, werde ich wohl nicht mehr vermögen.« So Arno Schmidt an seinen Schriftstellerkollegen Hans Wollschläger nach Abschluss der Arbeit am Roman Kaff auch Mare Crisium. Überraschend offen äußert sich der einzelgängerische Autor seinen wenigen Freunden gegenüber, spitz und oftmals geradezu maliziös sind seine Formulierungen, wenn er sich etwa an seinen Verleger Ernst Krawehl wendet. Doch welchen Ton er auch anschlägt, immer schon wusste er um sein »großes Talent, Briefe zu schreiben«.

Mehr als 150 Briefe Arno Schmidts versammelt dieser Band, die meisten davon bislang unpubliziert. Unter den Empfängern finden sich Mutter und Schwester, Kriegs- und Schulkameraden, Verleger und Autoren. Die Korrespondenz gibt pointiert formulierte Einblicke in den entbehrungsreichen und ungeheuer disziplinierten Alltag und dient dabei immer auch der Selbstvergewisserung als Schriftsteller: Arno Schmidt erzählt in seinen Briefen anschaulich und witzig vom Leben und vom Schreiben.

Aus dem Buch

»Wie mögen Sie sich nur so zu Herzen nehmen, was 1 LeckToren=Vieh, das der HErr in seiner unerforschlichen Gnade bei Rowohlt’s an die Spitze gelangen ließ, über Ihr Buch daherschwätzt?« An Hans Wollschläger, 9.2.1963

Pressestimmen

»Es gibt Briefe in diesem Buch, vor allem solche an Schlotter und Michels, die zum Komischsten gehören, was deutsche Literatur hervorgebracht hat. Schmidt imaginiert die Situation der Briefempfänger, steigert kleine Neckereien ins Groteske, baut retardierende Elemente in seine Suaden ein - kurz: Es ist die reine Freude.«

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mit der Romanform hatte er wenig im Sinn: Prosa war sein Revier. Man kann aber die Spiegelung des Autors Schmidt im Briefschreiber Schmidt trotzdem wie einen Roman lesen, dank einer über 40 Jahre sich erstreckenden Brief-Auswahl, die Susanne Fischer und Bemd Rauschenbach komponiert und so kommentiert haben, dass lauter kleine Episoden entstehen, bei denen der Schriftsteller im Mittelpunkt steht ...«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Die Briefe [sind] das Werk betreffend überaus erhellend - und nicht zuletzt herrlich amüsant.«

Tobias Schwartz, taz. die tageszeitung

»...der prägendste Autor meines Lebens.«

Denis Scheck, ARD

»Griffige Zeit- und Literaturgeschichte.«

B.M., Kurier, Wien

»Also vergnügliche, hochinteressante Schmidt Interna für seine Leser – und solche, die es durch diese Brieflektüre werden könnten.«

Freie Presse

»Auch als Briefschreiber konnte Schmidt für Lachanfälle sorgen. Der Band Und nun auf, zum Postauto! enthält, chronologisch geordnet, 160 großteils unveröffentlichte Briefe, die sich nicht selten als Zeugnisse literarischer Hoch-Komik erweisen.«

börsenblatt 02/2014

»...dieses Buch [ist] für jeden echten Literaten, überzeugten Bücherliebhaber und für jeden, der Freude an Sprachwitz und -erfindung hat, ein Fest«

Michael Klein, Live Magazin April 2014

Kommentare

»Da Schmidts Sprachstil in seinen Briefen sehr bildhaft und temperamentvoll ist und überdies voller spielerischer Verdrehungen und ironischer Seitenhiebe, lesen sich die Briefe dieses Bandes überaus amüsant und regelrecht unterhaltsam.«
Ronald Schneider, ekz.bibliotheksservice, 17.04.2014

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