Paul Nizon
Urkundenfälschung - Journal 2000-2010

Herausgegeben von Wend Kässens.
Urkundenfälschung
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D: 24,95 €
A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 23.01.2012
Gebunden, 375 Seiten
ISBN: 978-3-518-42260-1

Auf der »ORF«-Bestenliste April 2012

»Paul Nizon zeigt sich auch im Journal seines achten Lebensjahrzehnts wieder als einsam seine Bürde tragender Sisyphos der Moderne, als ein Heros im ›Schreibleben und Lebschreiben‹ und als kämpfendes Wesen in der Disziplin ›Sprachringen‹.«

Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

1961, vor jetzt 50 Jahren, begann Paul Nizon, seine Journale zu führen. Täglich notiert er dort, was ihm wichtig ist, und hält so die Wahrnehmung auf sich und die Welt wach. Was als Alltagsprotokoll, Autobiographie und Werkstattbericht begann, hat sich längst zu etwas Eigenständigem ausgewachsen, zur anderen Seite von Paul Nizons Werk. Vier Journale sind bislang erschienen, und von Buch zu Buch ist mehr offenbar geworden, dass sich hier jemand sein Leben erschreibt, seinen Lebensroman erfindet.
In Urkundenfälschung, dem Journal über die Jahre 2000 bis 2010, finden sich berückend-schöne Alltagsbeobachtungen und Erzählungen, hellsichtige Porträts von Schriftstellern und Zeitgenossen, erschreckende Traumsequenzen und euphorisierende Stadtminiaturen, die einem zum sofortigen Aufbruch verlocken. Wir verfolgen mit, wie der Roman Das Fell der Forelle Gestalt annimmt, und lesen über seine Scheidung, die wie eine Naturkatastrophe erlebt wird. Wir erfahren in dieser »grandios-rigorosen Tagebücherei«, die »frei, wild, zart, in eigener Sache, aber zeitdurchtränkt« daherkommt, unendlich viel über das Handwerk des Schreibens und über den »Reichtum des Lebens« – in einer Sprachintensität und Unmittelbarkeit ohnegleichen.

Pressestimmen

»Dann blitzen Wirklichkeitspartikel auf, die den genuinen, lustvollen Erzähler zeigen, der nicht anders kann, als sich im Schreiben fort und fort neu zu erfinden.«

Neue Zürcher Zeitung

»Auch der jüngste Band Urkundenfälschung, der das achte Lebensjahrzehnt dieses Schriftstellers mit all seinen Innenausschlägen und Außenwahrnehmungen so plastisch vor Augen führt, dass wir meinen, es mit ganz unverstellten Einblicken ins Innere seines Bewusstseins zu tun zu haben, liest sich nicht nur wie eine Parallele zu seinen Romanen. Sie zeugen auch von einer unerschrockenen, beinah vorbehaltlosen Neigung dieses am Schreiben Gehenden, sich immer wieder selbst auszufragen.«

Heinz-Norbert Jocks, Deutschlandfunk

»... ein literarisches Ereignis, ein detailscharfes Selbstporträt...«

Urs Bugmann, Neue Luzerner Zeitung

»Begehren und Aufbegehren - das bleibt Nizons Grundgestus. Die Schweiz ist dagegen, im Klischee, das Land der kollektiven Zurückhaltung und Bescheidung. Ihr tut ein alter ›junger Wilder‹ wie Nizon richtig gut.«

Heiko Strech, St. Galler Tagblatt

»Alle,denen künstlerische Sprachräume zwischen deutscher und französischer Kultur wirklich am Herzen liegen, werden seinen eindringlichen Aufzeichnungen einmal mehr herausragend leserexistentiellen sowie - das ist neu - auch besonderen historischen Wert zusprechen.«

Henning Kniesche, Luxemburger Wort

»Paul Nizons neue Collage aus Erinnerungen, historischen Reflexionen, weltpolitischen Kommentaren, Betrachtungen des eigenen Innern, Gedankensplittern und Alltagsbeobachtungen fügt sich in Urkundenfälschung. Journal 2000 - 2010 zu einem spannenden zeitgenössischen Abziehbild zusammen. Sein Buch ist welthaltig und privat zugleich, entlarvend und selbstentlarvend, nachdenklich und nachsichtig. Und es ist eine Lektüre von der man sich gerne einlullen und forttragen lässt.«

Pia Reinacher, Weltwoche 9.12

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