Amos Oz
Verse auf Leben und Tod - Roman

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Verse auf Leben und Tod
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Erschienen: 20.04.2009
suhrkamp taschenbuch 4084, Broschur, 120 Seiten
ISBN: 978-3-518-46084-9

Inhalt

Tel Aviv, an einem stickigen Sommerabend: Ein bekannter Schriftsteller ist auf dem Weg zu einer Lesung. Er weiß, was kommen wird: Sein Publikum wird ihm die üblichen Fragen stellen, er die üblichen Antworten geben. Was tun, um der Langeweile zu entgehen? Soll er vielleicht die Vorleserin seiner Bücher nach der Veranstaltung nach Hause bringen? Amos Oz erzählt in seinem Roman von der Macht der Phantasie, vom Überwinden der Wirklichkeit, vom Schreiben und Lesen. Verse auf Leben und Tod ist die unkonventionelle Antwort des Meistererzählers Oz auf die Frage nach dem geheimnisvollen Wechselspiel von Leben und Literatur.
 

Pressestimmen

»Dieses Buch, ein flirrender Sommernachtstraum, in dem Geschichten wie kleine Leuchtfeuer aufflammen und die Stadt Tel Aviv illuminieren, enthält auch eine Poetologie des Schriftstellers Amos Oz. Es geht um die Paradoxien des Schreibens, um das Unfassbare, das mit Worten nicht zu erreichen ist, um Wagnis und Vergeblichkeit des Erzählens: »Wie Lots Frau: Um schreiben zu können, muss man zurückschauen; und dieser Blick verwandelt einen selbst und die anderen in Salzsäulen.« Und dennoch beobachtet der Schriftsteller die Menschen weiterhin, »schreibt über sie, um sie zu berühren, ohne sie zu berühren, damit sie ihn berühren, ohne ihn wirklich zu berühren«. So vertrackt kann's im Leben und in der Literatur zugehen. Einfache Antworten gibt es jedenfalls nicht auf die Frage: Warum schreiben Sie? Aber auf höchst unterhaltsame Art vieldeutig können sie sein, so wie im Roman von Amos Oz.«
Claus-Ulrich Bielefeld, Literarische Welt
»Eine melancholische Erwägung über das Verhältnis der Literatur zum Leben, eine frank die Grenze zum Albernen überschreitende Satire auf den israelischen Literaturbetrieb, vor allem aber ein augenzwinkernder Einblick in die Werkstatt eines bedeutenden Schriftstellers, der sich über Bedeutung lustig macht.«
Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Oz karikiert nicht nur die Menschen in seinem Land, sondern vor allem dessen Kulturszene. Wer sich auf die quergedachten Beziehungen einlässt, dem bietet Oz anspruchsvollen und dennoch kurzweiligen Lesestoff.«

Aachener Zeitung

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