Alain Badiou
Versuch, die Jugend zu verderben

Aus dem Französischen von Tobias Haberkorn
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Erschienen: 29.10.2016
Taschenbuch, 111 Seiten
ISBN: 978-3-518-07257-8
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Es ist nicht lange her, da waren die Verhältnisse zwischen den Generationen eindeutig festgelegt: Die Alten galten als die Hüter der Weisheit, die Jungen mussten durch Militärdienst, Beruf und Familie erst ins soziale Leben eingeübt werden. Der Kapitalismus hat diese Hierarchie durcheinandergebracht. Kaum etwas fürchtet die innovationsgetriebene Wirtschaft so sehr wie das Altern, die Jugend ist hingegen zum Symbol permanenten Fortschritts geworden. Doch der Preis für diese andauernde Erneuerung ist hoch. In den tristen Banlieues wachsen Männer heran, die für immer Jungen bleiben werden, während die Mädchen von klein auf Verantwortung übernehmen müssen.

Alain Badious Versuch, die Jugend zu verderben, ist ein Manifest gegen die kapitalistische Geschichtslosigkeit, ein Plädoyer für ein Leben jenseits des ideenlosen Konsumzwangs und ein Kompass für all jene, die in unserer immerjungen Gesellschaft die Orientierung verloren haben.

Im Original erschienen unter dem Titel La vrai vie. Appel à la corruption de la jeunesse (Fayard).

Pressestimmen

»Badiou hat die Entwicklung des Denkens in Frankreich in Moderne und Postmoderne miterlebt – und geprägt –, das macht den Versuch, die Jugend zu verderben zu einem leidenschaftlichen Buch, voll intellektuellem Pathos.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

»Geschickt schreibt Badiou an den Bruchlinien der aktuellen politischen Kräfteverhältnisse entlang. Der Versuch, die Jugend zu verderben ist kein platter Aufruf zum Aufstand, sondern ein an den sozialen, kulturellen und politischen Gegebenheiten orientierter Appell gegen die Vereinzelung und für die Herausbildung kollektiver Handlungsmacht.«

Florian Schmid, der Freitag

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