Christoph Hein
Vor der Zeit - Korrekturen

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Erschienen: 01.04.2013
Leinen, 189 Seiten
ISBN: 978-3-458-17570-4
Auch als eBook erhältlich

Die neuen Erzählungen der alten Mythen

Der Romancier Christoph Hein, der unbestechliche Chronist der Gegenwart, der genaue Registrator der Widersprüche innerhalb der DDR, der Aufdecker der Schwachstellen der gesamtdeutschen Entwicklungen, wendet sich in seinem neuen Erzählwerk den Mythen, den Göttern, den Erzählungen von den Taten und Untaten der alten Welt zu. Dabei entdeckt er Hochspannendes: Kleine Korrekturen an den für unveränderlich geltenden Berichten über die Taten und Niederlagen der Götter und Titanen können deren Leistungen in ihr Gegenteil verkehren; sie zeigen, dass alles auch ganz anders hätte vonstattengehen können, Sieger zu Verlierern werden können, gute Absichten sich in ihr Gegenteil verkehren, völlig neue Bedeutungen sich herauskristallisieren.

Damit ist klar, dass die neuen Erzählungen von Christoph Hein ins Herz der Gegenwart zielen: Der Gang der Ereignisse lässt sich durch kleine Modifikationen in völlig andere Richtungen lenken. Und auch die Vergangenheit, als Fixpunkt der Gegenwart, verändert durch diese Neuerzählungen ihr Gesicht.

Pressestimmen

»Die Mythen der griechischen Antike … sind dabei alles andere als vergilbter Sagenstoff. Vielmehr rettet er die Geschichten über Odysseus, Zeus und Co. in die Gegenwart.«

Björn Hayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Christoph Hein befindet sich mit seinen Mythen-›Korrekturen‹ in einer literarischen Tradition, die in ständiger Bewegung ist … Die Idee, einen bestimmten Mythos im Vorgang des Erzählens zu verändern, scheint damit seinem Wesen zu entsprechen und erweist sich als äußerst produktiv.«

Carola Wiemers, Deutschlandradio Kultur

»Nach dieser Lektüre sind Welt- und Lokalpolltik als Fortschreibung der Mythen lesbar. Dieses Buch verändert nicht die Welt, aber den Blick.«

Janina Fleischer, Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Der Autor hat für die Sinnlichkeit der Antike, ihre ebenso erotische wie philosophische Dichte, den manchmal fast ›kumpelhaften‹ Umgang der Menschen mit ihren Göttern einen überzeugenden sprachlichen Ausdruck gefunden.«

Harald Loch, Frankfurter Neue Presse

»Dieses Buch verweist ein weiteres Mal auf die ungeheure Kraft der uralten Erzählungen. Dass sie uns mehr als zweieinhalb Jahrtausende nach ihrem Entstehen immer noch Stoff zum Nachdenken liefern, macht sie zu Urstoffen der Welterkenntnis. Schriftsteller wie Christoph Hein können das Versunkene an ihnen immer wieder heben und zum aktuellen Schillern bringen.«

Herbert Heinzelmann, Nürnberger Zeitung

»Christoph Heins Vor der Zeit ist ein sehr gescheites, stilistisch sehr schönes Buch, ein großartiges Beispiel für die kreative Weiterarbeit am guten, alten Mythos.«

Christian Schachreiter, Oberösterreichsiche Nachrichten

»Christoph Heins kleine Nacherzählungen der ihn bewegenden klassischen Themen sind (...) alle in eine dem Sujet angemessene, schöne sprachliche Form gebracht.«

Harald Loch, Nürnberger Nachrichten

»... das ist das Schöne an den Geschichten von Christoph Hein: Er füllt die Leerstellen aus in den alten Texten.Manches, was schwer begreifbar scheint, wird plötzlich plausibel. Anderes wird infrage gestellt.«

Karin Grossmann, Sächsische Zeitung

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