Jean-Michel Palmier
Walter Benjamin - Lumpensammler, Engel und bucklicht Männlein Ästhetik und Politik bei Walter Benjamin

Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Florent Perrier Aus dem Französischen von Horst Brühmann
Walter Benjamin
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D: 64,00 €
A: 65,80 €
CH: 85,00 sFr

Erschienen: 07.12.2009
Gebunden, 1372 Seiten
ISBN: 978-3-518-58536-8

Inhalt

»Man muß alles lesen, alles studieren« – Michel Foucaults lakonische Anweisung für erfolgreiches historisches Arbeiten ist selten ernst genommen und noch seltener verwirklicht worden. Für Jean-Michel Palmier war sie eine Selbstverständlichkeit. Seine monumentale Studie über Walter Benjamin ist das Lebenswerk eines Gelehrten, der den zahlreichen Benjamin-Interpretationen nicht eine neue hinzufügt, sondern schlicht den Schlüssel zum Verständnis dieses enigmatischen Autors liefert.
Minutiös zeichnet Palmier den philosophischen, politischen und ästhetischen Denkweg Benjamins nach und beseitigt zahlreiche Mißverständnisse und Klischees, etwa das des »marxistischen Rabbiners«, der die Alternative zwischen historischem Materialismus und Theologie in ein unauflösliches Dilemma verwandelt. Vor allem aber schließt Palmier die Lücken einer oft simplifizierenden und immer wieder um dieselben Themen kreisenden Rezeption. Der Lumpensammler, der Engel und das »bucklicht Männlein« werden so zu Grundfiguren einer philosophischen Erzählung, die nicht hagiographisch, sondern systematisch die Komplexität von Benjamins Denken erschließt. Ein Standardwerk.

Pressestimmen

»Wer sich nun durch Palmiers Werk gekämpft hat, wird sich gemischter Gefühle nicht erwehren können: zum einen der Bewunderung für die ausdauernde Synthesekraft und luziden Werkdeutungen; zum anderen jedoch der Gewissheit, dass dieses Buch einen Endpunkt markiert, keinen Anfang. Vielmehr begräbt dieser Meilenstein der Benjamin-Forschung unter sich die Deutungskämpfe der vergangenen Jahrzehnte.«

Alexander Camman, Die Zeit

»Palmier starb 1998, und sein Buch ist, trotz des beträchtlichen Umfangs, unvollendet geblieben. Was er geleistet hat, ist dennoch beeindruckend. Im Biographischen trug er zusammen, was an den verschiedensten Quellen zu finden war, doch der Schwerpunkt liegt zwischen Ästhetik und Politik. Die Darstellung folgt chronologisch der Lebens- und Werkgeschichte, und bereits durch diese Entscheidung vermeidet es Palmier, Benjamin unter der Perspektive nur eines einzigen theoretischen Interesses zu sehen. Die verblüffende Parallelität des Metaphysikers und des Kritikers, der Autobiographie und der politischen Schriften, all das kommt in einer historischen Darstellung viel eher zu seinem Recht als in einer systematischen. … An Palmiers monumentalem Werk wird in Zukunft keiner vorbeikommen, denn er hat dafür die umfangreiche Basis gelegt.«

Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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