Michael Tomasello
Warum wir kooperieren

Aus dem Englischen von Henriette Ziegler
Warum wir kooperieren
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CH: 17,90 sFr

Erschienen: 20.09.2010
eu 36, Broschur, 141 Seiten
ISBN: 978-3-518-26036-4

Inhalt

Seit vielen Jahrhunderten wird die Frage nach der Natur des Menschen von zwei grundsätzlichen Positionen bestimmt: Hobbes’ Meinung, daß die Menschen egoistisch zur Welt kommen und die Gesellschaft sie zur Kooperation erziehen muß, und Rousseaus Darstellung, nach der die Menschen von Natur aus kooperativ sind und später von ihrem Umfeld zu Egoisten gemacht werden. In Warum wir kooperieren berichtet Tomasello von wegweisenden Studien mit Kindern und Schimpansen, die neues Licht auf diese uralte Frage werfen. Kinder sind von Geburt an hilfsbereit und kooperativ, lernen aber im Laufe ihres Heranwachsens, eher selektiv zu kooperieren und beginnen den sozialen Normen ihrer Gruppe zu folgen.

Pressestimmen

»Eigentlich sind weder Beobachtung noch Deutung überraschend — aber Glanzleistung von Tomasellos Arbeitsgruppe ist es, in Weiterführung der Arbeiten gewitzter Experimentalforscher wie beispielsweise Wolfgang Köhler, zur Beantwortung ihrer Fragen die konkreten Testsituationen zu ersinnen und herbeizuführen und damit unser empraktisches vorwissenschaftliches ›Wissen‹ über das Verhalten von Tieren systematisch zu unterfüttern. Darin hat Tomasellos Arbeitsgruppe schon vielfach große Expetrise unter Beweis gestellt und bemerkenswerte Ergebnisse erzielen können.«

Willem Warnecke, literaturkritik.de

»Meister...,der in einem kleinen Bändchen von 80 Seiten die entscheidenen Antworten verdichtet. Michael Tomasello vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, dessen bestechende Studien schon jetzt Legende sind.«

Christian Schüle, Die Zeit

»Tomasello veranschaulicht durch seine vergleichende Analyse des Sozialverhaltens von Kindern und Schimpansen aus unterschiedlichen methodischen Blickrichtungen, dass beim Menschen offenbar von einer biologisch bedingten Kooperationsfähigkeit auszugehen ist. Altruismus entsteht dabei aber nicht aus der Annahme der natürlichen Güte von Homo sapiens, sondern aus der Einsicht in den evolutionären Vorteil von Kooperation. So wurden demnach soziale Erfahrungen letztlich wieder Bestandteil einer biologischen Ausstattung des Menschen. Dies wird argumentativ und empirisch überzeugend begründet.«

Armin Pfahl-Traughber, hpd.de

»Das schmale Bändchen, dessen Haupttext kaum siebzig Seiten umfasst, bietet einen glänzenden Forschungsbericht aus dem Feld der evolutionären Anthropologie. … ein anregendes und nachdenklich stimmendes Büchlein. erschienen.«

Hans-Georg Deggau, Neue Zürcher Zeitung

»Es ist ein faszinierendes Panorama, das Tomasello so auf knappem Raum skizziert. Was den vorliegenden Band aber besonders auszeichnet, das ist der Umstand, dass ziemlich tief zielende Einwände gleich auf dem Fuß folgen. In Form von knappen Stellungnahmen von Forschern, auf die Tomasello sich bezieht.«

Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Tomasellos Kombination vielfältiger Theorieansätze mit einfallsreichen Versuchsdesigns bietet reichhaltigen Stoff für Diskussionen über menschliches und tierisches Verhalten, ontogenetische und phylogenetische Entwicklungsverläufe bei Menschen und die kulturelle Evolution.«

Rolf Wiggershaus, Frankfurter Rundschau

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