Valerie Fritsch
Winters Garten - Roman

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Erschienen: 07.03.2015
Gebunden, 154 Seiten
ISBN: 978-3-518-42471-1

»Valerie Fritsch vermag es, über diesen Schmerz zu schreiben, ohne uns zu Voyeuren zu machen, vielmehr zu Staunenden, die plötzlich ein Stück mehr über die Welt begreifen.«

Wiebke Porombka, DIE ZEIT Online

 

Ein Narr, wer nichts von Abschieden weiß

Winters Garten, so heißt die idyllische Kolonie jenseits der Stadt, in der alles üppig wächst und gedeiht, die Pflanzen wie die Tiere, in der die Alten abends geigend auf der Veranda sitzen, die Eltern ihre Säuglinge wiegen und die Hofhunde den Kindern das Blut von den aufgeschlagenen Knien lecken.

Winters Garten, das ist der Sehnsuchtsort, an den der Vogelzüchter Anton mit seiner Frau Frederike nach Jahren in der Stadt zurückkehrt, als alles in Bewegung gerät und sich wandelt: die Häuser und Straßenzüge verfallen, die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen und der Schlaf der Menschen schwer ist von Träumen, in denen das Leben, wie sie es bisher kannten, aufhört zu existieren.

Sprachmächtig und in sinnlichen Bildern erzählt die junge österreichische Autorin Valerie Fritsch von einer Welt aus den Fugen. Und von zwei Menschen, die sich unsterblich ineinander verlieben, als die Gegenwart nichts mehr verspricht und die Zukunft womöglich ein Traum bleiben muss.

»Da kann man Gift oder Gegengift drauf nehmen, ich bin mir sicher, dass mit Valerie Fritsch ein Prosatalent in der österreichischen Gegenwartsliteratur aufgetaucht ist, von dem man noch viel hören wird.« Josef Winkler
»Was macht Valerie Fritsch im Rest ihres Lebens, wenn sie jetzt schon so gut ist.« Jürg Laederach

Pressestimmen

»...eine Sprache, die so prall und üppig ist, dass sie aus der Zeit gefallen scheint und gleichzeitig höchst gegenwärtig ist. Da schreibt eine Autorin, die mit einem fotografisch genauen Blick auch ihre innere Welt beobachtet und so lange am Text feilt, bis dieses präzise Schauen Sprache geworden ist.«

Sandra Leis, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Zu einer Symphonie des Untergangs spielt dieser Roman auf, die ebenso grausam wie von anmutiger Schönheit ist ...«

Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wie aus dem Traum geholt ist Valerie Fritschs Geschichte, aber aufgeschrieben ist sie mit wacher Vernunft und in der Angst, das Können, das es hier ohne Zweifel gibt, würde sich verselbstständigen, könnte aufgehen in den Flammen apokalyptischer Leidenschaft.«

Paul Jandl, Die Literarische Welt

»Valerie Fritsch erzählt in Winters Garten kunstvoll und opulent vom hereinbrechenden Chaos.«

Anja Kümmel, ZEIT ONLINE

»... ein Buch, das in seiner ungeheuren Ausdruckskraft tatsächlich so etwas wie ein kleines Wunder darstellt.«

Christoph Schröder, Badische Zeitung

»Die Sprache, mit der Valerie Fritsch von jenem Riss, der durch die Welt und jeden Einzelnen geht, erzählt, ist von einer betörenden Schönheit, wie man sie in der deutschsprachigen
Gegenwartsliteratur lange schon nicht mehr vorgefunden hat.«

Josef Bichler, Der Standard, Wien

»Valerie Fritsch, die Österreicherin vom Jahrgang 1989, hat mit Winters Garten einen überwältigenden, sensationellen, poetischen wie harten Roman über eine Apokalypse geschrieben. Über die Apokalypse und die Liebe.«

Hans-Dieter Schütt, neues deutschland

»Verzaubernd, befremdlich, faszinierend: Der zweite Roman der jungen Grazer Autorin Valerie Fritsch wagt literarisch viel. Winters Garten bewegt sich zwischen Paradies und Weltuntergang.«

Barbara Mader, Kurier, Wien

»Es ist ein mutiger und außergewöhnlich eigenständiger literarischer Weg, den Valerie Fritsch eingeschlagen hat ... Ob der Fremdartigkeit und des Glanzes dieses Textes wird man große Augen machen.«

Klaus Kastberger, Die Presse, Wien

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Kommentare

»Von allen Buchpreis-Büchern ist dies das einzige – ich gestehe es –, das ich lesen wollte. Und es ist ein wahres Juwel, ein Trüffel, den ich nach all dem Wühlen im Dreck freudestrahlend in den Händen halte. Dies ist ein Buch, das mir passt wie ein maßgeschneidertes Kleid. Melancholische Sprachkunst ist für mich persönlich das Beste, was Literatur zu bieten hat: nachdenklich und stimmungsvoll, präzise formuliert und fordernd. Winters Garten ist alles davon. Ich möchte mir aus diesem Roman eine Decke nähen. Ich möchte die Sätze darin auf meine Wand schreiben, damit ich sie immer sehen und mit den Fingern berühren kann.«
Mariki, buecherwurmloch.wordpress.com, 27.11.2015

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