Bruno Latour
Wir sind nie modern gewesen - Versuch einer symmetrischen Anthropologie

Aus dem Französischen von Gustav Roßler
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Erschienen: 28.01.2008
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1861, Broschur, 205 Seiten
ISBN: 978-3-518-29461-1

Inhalt

Am Beginn der modernen Naturwissenschaft steht die strikte Trennung von Natur und Gesellschaft, von "natürlichen" und "gesellschaftlichen" Instanzen. Bruno Latour optiert in seinem Klassiker der modernen Soziologie dafür, sich diese Trennung etwas genauer anzusehen. Seine These lautet: Je strikter und gründlicher diese Trennung in der Moderne vollzogen wurde, um so besser konnten sich zwischen den getrennten Bereichen "Quasiobjekte" ausbreiten, die sowohl natürlich als auch gesellschaftlich determiniert sind. Diese hybriden "Quasiobjekte", welche die Moderne ausgeblendet hat, gilt es anzuerkennen. Nur dann nämlich kann das zweifelhaft gewordene Credo der Moderne, daß ökonomische Rationalität, wissenschaftliche Wahrheit und Technik bereits Garanten eines sinnvollen Fortschritts sind, verabschiedet werden, ohne gleich in den Katzenjammer der Postmoderne zu verfallen.
Im Original erschienen unter dem Titel Nous n'avons jamais été modernes. Essai d'anthropologie symétrique (Éditions La Découverte, Paris, 1991).

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