Elias Khoury
Yalo - Roman

Aus dem Arabischen von Leila Chammaa
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D: 24,90 €
A: 25,60 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 18.04.2011
Gebunden, 378 Seiten
ISBN: 978-3-518-42224-3

Inhalt

So wie für Lawrence Durrell das alte Alexandria die Hauptstadt der Erinnerung war, ist für Elias Khoury das wiederaufgebaute Beirut die Hauptstadt der Amnesie. Yalo, der aus einer christlich-syrianischen Familie stammt, wächst in Beirut auf. Jung gerät er in eine der Milizen des Krieges. Nach dessen Ende wird er Wächter eines Waffenhändlers. In den Hügeln außerhalb Beiruts überfällt er nächtens Liebespaare, raubt und vergewaltigt – und verliebt sich in eines seiner Opfer, Shirin. Sie zeigt ihn an. Er wird festgenommen und gefoltert. Man zwingt ihn, sein Leben aufzuschreiben, immer neu, denn nie sind die Folterer zufrieden – selbst wenn er zugibt und ausmalt, was er gar nicht getan hat. So gerät Yalo außer sich. Im Schmerz trennt er sich von seinem Körper und erfindet sich im Geist. Mit jeder neuen Fassung verändert sich die Beschreibung, sie reichert sich an, sie franst aus, verschmutzt, färbt sich, oszilliert, sie nimmt ein Sprach- und Eigenleben an: Yalo – ein libanesisches Leben in Zeiten des Kriegs und Nachkriegs. Elias Khourys sprachmächtiger Roman erzeugt – mitreißend und erkenntnisstiftend zugleich – einen Taumel.

Nachrichten

Kommentare

»Elias Khoury erzählt das alles unglaublich einfühlsam. Ganz besonders bei den Foltermethoden bedient er sich einer einzigartigen stilistischen Sprache und geht zu Metaphern über. ... Eine Meisterleistung, die Beachtung verdient!«
Beatrix Petrikowski, gedankenspinner.de, 05.07.2011

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