Sue Donaldson, Will Kymlicka
Zoopolis - Eine politische Theorie der Tierrechte

Aus dem Englischen von Joachim Schulte
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CH: 47,90 sFr

Erschienen: 21.10.2013
Gebunden, 608 Seiten
ISBN: 978-3-518-58600-6
Auch als eBook erhältlich

»Tiere waren schon immer in unserer Nähe. Wir haben nur gelernt, sie zu ignorieren.«

Massentierhaltung, Fleischskandale, Tierversuche – unser Umgang mit Tieren ist längst kein Nischenthema mehr, für das sich lediglich Aktivisten oder Ethiker interessieren, sondern steht im Fokus breiter öffentlicher Debatten. Allerdings konzentrieren sich die Diskussionen zumeist auf Fragen der Moral, darauf, welche moralischen Rechte und Interessen wir Tieren aufgrund ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten – zum Beispiel Schmerzen zu empfinden – zuschreiben müssen und welche moralischen Pflichten sich daraus für uns ergeben.

Sue Donaldson und Will Kymlicka gehen weit darüber hinaus und behaupten, daß Tiere auch politische Rechte haben. Im Rückgriff auf avancierte Theorien der Staatsbürgerschaft argumentieren sie dafür, ihnen neben unverletzlichen Grundrechten einen je gruppenspezifischen politischen Status zuzusprechen. Das heißt konkret: volle Staatsbürgerschaft für domestizierte Tiere, Souveränität für Gemeinschaften von Wildtieren sowie Einwohnerstatus für jene, die zwar nicht domestiziert sind, aber in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns leben.

Zoopolis macht auf so kluge wie eindringliche Weise ernst mit der Tatsache, daß wir mit den Tieren untrennbar verbunden sind. Elegant und keineswegs nur für Spezialisten geschrieben, entwirft es eine neue, folgenreiche Agenda für das künftige Zusammenleben mit diesen Geschöpfen, denen wir mehr schulden als unser Mitleid. Das Tier, so sagt dieses Buch, ist ein genuin politisches Wesen. Wir schulden ihm auch Gerechtigkeit.

 

Im Original erschienen unter dem Titel Zoopolis. A Political Theory of Animal Rights (Oxford University Press).

Pressestimmen

»Zoopolis spielt das bürgerrechtliche Modell für Tiere mit überraschenden Ergebnissen auf differenzierte Weise durch. Das liest sich gut und öffnet die Augen für Lösungswege.«

Markus Wild, Neue Zürcher Zeitung

»Lässt man sich erst mal ein auf ihre [Sue Donaldsons und Will Kymlickas] revolutionäre, verblüffende Gedankenwelt, dann erscheint einem die derzeitige Inanspruchnahme des Lebensraums und die damit verbundene Aufteilung von Rechten und Pflichten tatsächlich äußerst ungerecht.«

Karen Krüger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Die politische Theorie der Tierrechte ist ein faszinierendes Unternehmen. Sie klärt Begriffe, weitet den Blick und selbst wo sie bisweilen kurios wird, stößt sie neue Fragen an. Sie könnte den verbissenen Tierrechtsdebatten einen Schwung ins Positive geben.«

Manuela Lenzen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das wichtigste Buch über die Mensch-Tier-Beziehung seit Singers >Animal Liberation<.«

Literary Review of Canada

»Den AutorInnen ist eine wichtige und flüssige Argumentation gelungen, die den Diskussionen um Tierrechte einen interessanten neuen Ansatz geben. ... Das Buch ist klar formuliert und ansprechend lesbar und gibt gerade in den Grundkapiteln auch EinsteigerInnen wichtige Einblicke in die Mensch / Tier-Verhältnisse.«

Clarissa Lempp, aviva-berlin.de Januar 2014

»... ein must-read mit gesellschaftspolitischem Sprengstoff.«

Livia Boscardin, Tiere und Raum

»Gemeinsam sorgen die Autoren dafür, dass das Buch niemals zu einer staubtrockenen wissenschaftlichen Abhandlung wird, sondern mit viel Wissen und Theorie, aber auch mit viel Praxis, Gefühl und sogar Humor aufwartet.«

Tina Manske, culturmag.de

»Das Buch bleibt eine ungemein anregende und erstaunlich vielseitige Lektüre, die jedem denkenden und mitfühlenden Wesen auf Erden ans Herz gelegt sei.«

Sacha Rufer, umweltnetz-schweiz.ch November 2013

Kommentare

»Man merkt den Autoren ihre Leidenschaft und ihr Engagement auf jeder Seite an. Das Ergebnis ist eine überaus informative, anregende und eindringliche Lektüre, die hoffentlich Diskussionen in Gang und Verdrängungsmechanismen außer Kraft setzen wird. Im Großen und Ganzen haben wir kein Erkenntnisdefizit; wir haben ein Umsetzungdefizit.«
Michaela Hoevermann, wortstarkekritiken.wordpress.com, 16.05.2014

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