Morgenröte im Aufgang
The Pervert’s Guide to Ideology
The Pervert’s Guide to Cinema
Helmut Qualtinger liest »Mein Kampf«
Der Vormund und sein Dichter
 
 

»Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren.« Siegfried Unseld
Allerdings waren nicht alle Suhrkamp-Autoren »nur« Schriftsteller: Bertolt Brecht, dessen Leben des Galilei 1963 der erste Band der edition suhrkamp war, erkannte früh die Möglichkeiten des neuen Mediums und schuf 1932 mit Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? einen Meilenstein des politischen Kinos - der nun im Startpaket der filmedition suhrkamp enthalten ist. Peter Handke schrieb nicht nur das Drehbuch zu Wim Wenders' Der Himmel über Berlin, sondern führte bei Filmen wie Chronik der laufenden Ereignisse und Die linkshändige Frau selbst Regie. Und Alexander Kluge, der 1962 mit Lebensläufe debütierte, gelang 1966 mit Abschied von Gestern der internationale Durchbruch als Regisseur.

Auch die Film- und Medientheorie hat bei Suhrkamp eine lange Tradition: von Benjamins Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit über Kracauers Von Caligari zu Hitler, Adornos Komposition für den Film und Arnheimers Film als Kunst bis hin zu Gilles Deleuze' Das Bewegungs-Bild und Das Zeit-Bild. Und bereits 1931 schrieb Brecht in dem Essay Der Dreigroschenprozeß: »Die alten Formen der Übermittlung nämlich bleiben durch neu auftauchende nicht unverändert und nicht neben ihnen bestehen. Der Filmsehende liest Erzählungen anders. Aber auch der Erzählungen schreibt, ist seinerseits ein Filmesehender.«

Spätestens im Zeitalter der digitalen Medien werden wir dem vielseitigen Schaffen unserer Autoren nicht länger gerecht, wenn wir allein auf das Medium Buch setzen. Mit der filmedition suhrkamp (fes) haben deshalb nun auch die kinematographischen Arbeiten unserer Autoren (und über unsere Autoren) einen Ort im Verlag. Die Reihe bietet Filme von, mit und über Samuel Beckett, Thomas Bernhard, Pierre Bourdieu, Thomas Brasch, Bertolt Brecht, Jacques Derrida, Marguerite Duras, Max Frisch, Peter Handke, Ödön von Horváth, Uwe Johnson, Alexander Kluge, Robert Walser, Peter Weiss und vielen anderen. Neben Verfilmungen und klassischen Inszenierungen erscheinen auch Interviews und Portraits mit Philosophen und Wissenschaftlern.

Den DVDs der filmedition suhrkamp liegen umfangreiche Booklets mit unbekannten Dokumenten und Fotos bei. Essays bieten Hintergrundinformationen zur Entstehung der Filme, führen in Leben und Werk der Autoren ein und vertiefen die Thematik. Sie können auch als eigene Bücher gelesen werden und schließen damit den Kreis zur edition suhrkamp .

Kooperationspartner der filmedition suhrkamp ist der Berliner Filmverlag absolut Medien, der mit seinen Klassikereditionen, Literaturverfilmungen und Portraits von Künstlern und Denkern neue Akzente setzt.

Mediatheksbeiträge zur Reihe


Pressestimmen

 

»Die filmedition suhrkamp schlägt eine Bresche in die Masse der DVD-Beliebigkeit. Man staunt: So aufwendig kann Editionsarbeit in Sachen Film und Fernsehdokument sein [...].«

Gunnar Decker, Neues Deutschland