Suhrkamp Verlag  
»Auf die Frage, wie in kürzester Form der Suhrkamp Verlag zu charakterisieren sei, antworte ich in der Regel: Hier werden keine Bücher publiziert, sondern Autoren.«
Siegfried Unseld
 
 

Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren – auf dieses verlegerische Prinzip lassen sich auch die programmatischen Leitgedanken zurückführen. Dieses Paradoxon verweist darauf, dass es dem Verlag nicht nur um das einzelne Buch geht, sondern um die literarische oder wissenschaftliche Gesamtphysiognomie seiner Autoren. Das Programm des Suhrkamp Verlags beruht somit auf zwei Publikationspfeilern: Die Literatur und die Wissenschaft.
Im Mittelpunkt der Jahresprogramme steht nach wie vor die junge deutschsprachige Literatur. Auch »klassische Autoren« – wie zum Beispiel Hermann Broch, Ödön von Horváth und Robert Walser – hat der Verlag neu entdeckt und große internationale Literatur übersetzt, allen voran Samuel Beckett, James Joyce und Marcel Proust. Einen Schwerpunkt bilden Titel aus der lateinamerikanischen, spanischen und portugiesischen Literatur von Isabel Allende, Octavio Paz bis Mario Vargas Llosa. Auch die Literatur aus Osteuropa unterstützt der Verlag mit seinen Veröffentlichungen zum Beispiel von Konrad, Hrabal oder Lem. Darüber hinaus setzt der Verlag Schwerpunkte in der Lyrik, der dramatischen Literatur, den Briefwechseln, Biographien, Essays und Werkausgaben.
Im Zentrum der Geisteswissenschaften stehen die Soziologie und die Philosophie mit Autoren wie Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Hans Blumenberg  Jürgen Habermas, Niklas Luhmann und Gershom Scholem.

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