Katja Kullmann
Echtleben

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Erschienen: 24.09.2018
suhrkamp taschenbuch 4944, Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-518-46944-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Katja Kullmann knöpft sich die neoliberalen Lebenslügen vor, an die sie selbst und wir alle viel zu lange geglaubt haben. Verletzlich, intelligent, drastisch.

»Um sechs Uhr dreißig stand ich auf, duschte, putzte meine Zähne, zog irgendetwas an und verließ gegen sieben Uhr fünfzehn das Haus. Es war so weit: Statt zur Bank fuhr ich zur Arge. … Erst jetzt, pleite und verängstigt, begriff ich: Neoliberaler als ich konnte man sein Leben kaum führen - obgleich ich mit dem Neoliberalismus doch nie etwas zu tun haben wollte.«
Zehntausende einst hoffnungsvoll gestartete Freelancer sind über die nuller Jahre zu traurigen Tagelöhnern geworden. Manche haben die ersten Not-Runden beim Amt gedreht, als »Aufstocker« oder Interims-Hartzer, mit Doktortitel, Fachabitur oder respektabler Ausbildung im Rücken. Von der Utopie einer pluralisierten, durchmischten, offenen Gesellschaft ist unterdessen nicht viel übrig geblieben. Statusangst verdirbt die Laune, schürt das Misstrauen. In Echtleben beschreibt und analysiert Katja Kullmann schonungslos die eigene Lage und die ihrer Generation samt den neoliberalen Versprechungen, die immer noch untot umhergeistern. Am Ende scheint etwas anderes auf, etwas Besseres als das Rennen, Rackern, Rasen im Kapitalismus der permanenten Selbstverwirklichung: Echtleben.

»Den schönen Traum vom lässigen Arbeitsleben der digitalen Bohème spült die Autorin den Abfluss hinunter. Was Echtleben von anderen Büchern zum Thema unterscheidet, ist die sympathische Schonungslosigkeit, mit der Katja Kullmann ihr eigenes Leben als Fallbeispiel seziert.« Rolling Stone
»Katja Kullmann hat mit dieser Geschichte der Gegenwart ein wütendes, ein politisches Buch geschrieben. Ein wunderbar humorvoll und intelligent formulierter Weckruf. ...

Inhalt

Katja Kullmann knöpft sich die neoliberalen Lebenslügen vor, an die sie selbst und wir alle viel zu lange geglaubt haben. Verletzlich, intelligent, drastisch.

»Um sechs Uhr dreißig stand ich auf, duschte, putzte meine Zähne, zog irgendetwas an und verließ gegen sieben Uhr fünfzehn das Haus. Es war so weit: Statt zur Bank fuhr ich zur Arge. … Erst jetzt, pleite und verängstigt, begriff ich: Neoliberaler als ich konnte man sein Leben kaum führen – obgleich ich mit dem Neoliberalismus doch nie etwas zu tun haben wollte.«
Zehntausende einst hoffnungsvoll gestartete Freelancer sind über die nuller Jahre zu traurigen Tagelöhnern geworden. Manche haben die ersten Not-Runden beim Amt gedreht, als »Aufstocker« oder Interims-Hartzer, mit Doktortitel, Fachabitur oder respektabler Ausbildung im Rücken. Von der Utopie einer pluralisierten, durchmischten, offenen Gesellschaft ist unterdessen nicht viel übrig geblieben. Statusangst verdirbt die Laune, schürt das Misstrauen. In Echtleben beschreibt und analysiert Katja Kullmann schonungslos die eigene Lage und die ihrer Generation samt den neoliberalen Versprechungen, die immer noch untot umhergeistern. Am Ende scheint etwas anderes auf, etwas Besseres als das Rennen, Rackern, Rasen im Kapitalismus der permanenten Selbstverwirklichung: Echtleben.

»Den schönen Traum vom lässigen Arbeitsleben der digitalen Bohème spült die Autorin den Abfluss hinunter. Was Echtleben von anderen Büchern zum Thema unterscheidet, ist die sympathische Schonungslosigkeit, mit der Katja Kullmann ihr eigenes Leben als Fallbeispiel seziert.« Rolling Stone
»Katja Kullmann hat mit dieser Geschichte der Gegenwart ein wütendes, ein politisches Buch geschrieben. Ein wunderbar humorvoll und intelligent formulierter Weckruf.« Deutschlandfunk Kultur

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