Gerbrand Bakker
Jasper und sein Knecht

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
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CH: 34,50 sFr

Erschienen: 12.09.2016
Gebunden, 445 Seiten
ISBN: 978-3-518-42550-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein erfolgreicher niederländischer Romanautor kauft ein altes Haus in der Eifel und lässt sich dort mit seinem Hund Jasper nieder. Die Holzöfen ziehen bei Nieselregen schlecht; den Pansen, den der jagende Nachbar für Jasper vorbeibringt, riecht man im ganzen Haus; der Hund ist von ähnlich schwierigem Charakter wie sein Herr, der sich als »von Natur aus depressiv« beschreibt.

Warum einen das alles so in den Bann zieht, dass man nicht mehr aufhören möchte zu lesen? Weil Gerbrand Bakker seine Aufzeichnungen subtil verknüpft mit den Erinnerungen an früher, an Opa Bakker und den Bauernhof der Eltern, den verunglückten kleinen Bruder, berufliche Wege und Irrwege, schräge und erhebende Preisverleihungen. Und weil er ein Meister im Einfangen von Stimmungsnuancen ist.

Entschleunigend und weise, ohne zu belehren: Gerbrand Bakker schreibt über ein Jahr in der Eifel, über ein Jahr im Leben eines Mannes, der in Romanen wie Oben ist es still die Seelen der Menschen auslotet und sich nun einen Blick ins eigene innere Erleben erlaubt – mit packender Ehrlichkeit und unschlagbar trockenem Humor.

Pressestimmen

»[Eine] eindrucksvolle Selbstvergewisserung.«

Holger Heimann, WDR3

»Jasper und sein Knecht erzählt eindringlich und genau von einem Mann und seinem Ringen mit einer peinigenden Krankheit und daneben immer wieder auch von einem stillen Glück .... «

Holger Heimann, ORF

»Eine lebenskluge Autobiografie!«

Marc Kniepkamp, Münchner Merkur

»... in einer leichten Sprache geschrieben, die nicht frei von Selbstironie und lakonischem Witz ist.«

Bernhard Hartmann, General-Anzeiger Bonn

»Ob Tagebuch oder Roman, ist für das Publikum irrelevant: Wer dieses Buch liest, wird davon berührt.«

Thomas Schaefer, Badische Zeitung

»Das eindringliche Tagebuch ... verbindet kunstvoll Erzählung und Selbstreflexion ... trotz überraschender Bekenntnisse kein Journal intime, sondern eine narrativ angereicherte, faszinierende Enquête zum eigenen Leben ... gleichsam ansatzlos bestätigt Jasper und sein Knecht die enorme Qualität dieser sehr eigenständigen literarischen Stimme.«

Hans Ulrich Probst, WOZ - Die Wochenzeitung

»Auch wenn nichts darin erfunden ist, kann man Bakkers Buch als unterhaltsam-nachdenklichen Roman lesen, als ein heiteres Buch über einen freiheitsliebenden Hund und die kleinen und großen Tücken des Alltags eines niederländischen Autors in der deutschen Provinz.«

Eva Karnofsky, Rheinische Post

»Wer etwa den Solitär W. G. Sebald schätzt, wird bei Bakker, der in das Buch vier private Fotografien und Bilder einstreut, ein Beinahe-Glück finden.«

Andreas Wilink, K.West 9/2016

Veranstaltungen

Kommentare

»Achtung: Spoileralarm: Es ist mir mal wieder passiert: Ich lese ein Buch zu Ende und muss weinen, weil es leider kein Happy End hat. Nur, dass es dieses Mal im Wartezimmer einer Arztpraxis so weit war. Bakker schreibt so liebevoll von seinem Hund Jasper und seinen letzten Tagen, dass nichts meine Tränen hätte aufhalten können.
Ansonsten bin ich beim Buch etwas zwiegespalten: Einerseits liest es sich sehr flüssig und abwechslungsreich. Andererseits hatte ich im letzten Drittel den Wunsch, dass es endlich zu Ende ist. Grund für erstens: Das Buch ist das Tagebuch von Bakker, er schreibt über sein Leben als Schriftsteller, Gärtner, Nachbar, Sohn, Hausbesitzer, Hundeeigner und auch über seine Depressionen und Ängste. Die Themen springen manchmal recht schnell, daher wird es nie langweilig. Grund für zweitens: Da die Themen so schnell wechseln, kann man sich nicht so recht darauf einlassen. Es gibt ganz starke Abschnitte, die einem wirklich unter die Haut gehen, und innerhalb eines halben Satzes ist das Thema vom Tisch. Das ist schade, macht aber Bakkers Schreibstil zumindest in diesem Buch aus.
Bakker ist in den Niederlanden recht bekannt und schreibt viele Kolumnen. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Ich habe ihn nur durch Zufall kennen gelernt, kann ihn aber gern empfehlen.«
waldvoegelein.wordpress.com, 10.11.2017

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