Tristan Garcia
Wir

Aus dem Französischen von Ulrich Kunzmann
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Erschienen: 10.09.2018
Gebunden, 332 Seiten
ISBN: 978-3-518-58724-9
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

»Wir« zu sagen, ein »Wir« zu bilden ist die politische Handlung par excellence. Wie aber konstituiert sich ein politisches Subjekt? Wie funktioniert diese Identitätsbildung? Und wie hat sie sich historisch in den letzten zwei Jahrhunderten entwickelt? Das sind die Fragen, denen Tristan Garcia in seinem neuen hochaktuellen Buch nachgeht. Eine fulminante Analyse der Identitätspolitik.

Der »Kampf der Kulturen«, die Debatte um »den« Islam, um Geflüchtete, Rassismus, Feminismus oder »politisch korrekte« Sprache, um die Rechte der Tiere – immer geht es darum, im Namen eines »Wir« zu sprechen, sich abzugrenzen oder zu inkludieren, sich zu mobilisieren und zu organisieren. Die Intensität dieser Wir-Bildungen nimmt wieder enorm zu. Garcia tritt einen Schritt zurück und entwirft ein allgemeines Modell, das anhand von Mechanismen der Konturierung, Überlappung und Priorisierung zeigt, wie solche Wir-Identitäten gebildet werden. Und er erzählt die Geschichte ihrer Dynamik, ihrer Kontraktionen und Extensionen: eine Geschichte von Herrschaft und Widerstand.

Im Original erschienen unter dem Titel Nous (Grasset).

Pressestimmen

»Wenn also ... das ›Wir‹ unumgänglich ist, um das eigene Ich zu definieren und um politisch zu agieren, dann müssen wir uns der Verfahren und der Konsequenzen der ›Wir‹-Bildungen bewusst werden – gerade in Zeiten wie diesen. Dazu ermächtigt einen dieses Buch.«

Marie Schoeß, Bayerischer Rundfunk - Diwan

»Garcias spannender Essay laboriert an der Schnittstelle von Philosophie, Ideengeschichte und Sozialpsychologie. Wie dem Transparenztisch einen dreidimensionalen Plan entfalter er eine Art Mengen- und Bewegungslehre des Wir. Gut gewürzt mit eigenwilligen Begriffen und Zitaten von Thukydides bis Madonna.«

Ingo Arend, Deutschlandfunk Kultur

»Ohne dezidierte Agenda thematisiert Tristan Garcia die politischen Effekte des Identitätsbegriffs. Gerade in dieser überparteilichen Genügsamkeit liefert Wir das lange ersehnte analytische Mittel gegen die allgegenwärtige Polemik identitätstrunkener Meinungsmache.«

Maximilian Sippenauer, SPEX September/Oktober 2018

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