Liberalismus – Suhrkamp espresso #12

Liberalismus und Neoliberalismus hatten schon mal bessere Zeiten – beide Begriffe sind in Verruf geraten und werden heute häufig abwertend verwendet. Doch wie kam es dazu? Und lassen sich all die verschiedenen liberalistischen Spielarten überhaupt zu einer Denkrichtung vereinen? In dieser Folge von Suhrkamp espresso stellen wir vier Bücher zum Thema Liberalismus vor.

In Globalisten beschreibt der Historiker Quinn Slobodian die Entwicklung des Welthandelssystems im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht dabei die politische Einflussnahme der Neoliberalen und die sogenannte »Genfer Schule«, eine Gruppe von Ökonomen um Friedrich von Hayek und Wilhelm Röpke. Jan-Werner Müller entwirft und beantwortet in Furcht und Freiheit Fragen nach den Grenzen zwischen Liberalismus und Neoliberalismus und formuliert einen Entwurf zu einem neuen, anderen Liberalismus. In Der Ruf der Horde erzählt Mario Vargas Llosa seine Geschichte als politischer Schriftsteller, eng verknüpft mit der Geschichte des Liberalismus und liberaler Denker von Adam Smith bis in die Gegenwart. Jens Biskys Berlin. Biographie einer großen Stadt, 2019 erschienen bei Rowohlt Berlin, erzählt von der Großstadt als Ort, an dem liberale Ideen gelebt werden.