Umweltschutz und Tierrechte – Suhrkamp espresso #21

Wie die Menschheit mit der Natur umgeht, muss sich dringend ändern. Nicht nur aufgrund des Klimawandels, sondern auch, um Leid zu verringern, wie es zum Beispiel in der Nutztierhaltung verursacht wird. Warum aber sollten Tierrechte ein Thema für die politische Philosophie sein? Weshalb ist eine radikalere Umsetzung von Klimaschutzgesetzen so dringend notwendig? Und wie kann ein zukunftsfähiger und schonender Umgang mit der Natur aussehen?

In seinem Buch Wasser und Zeit verbindet Andri Snær Magnason seine persönliche Geschichte als Einwohner Islands mit der Verantwortung für die größeren Zusammenhänge, die uns alle betreffen: Denn wenn in Island die Gletscher schmelzen, steigt der Meeresspiegel weltweit. Um zu verstehen, was mit der Erde passiert und welche Folgen der Klimawandel für die Menschheit hat, führt Magnason Gespräche mit Wissenschaftlern, dem Dalai Lama und mit den eigenen Großeltern. Nicht nur der Umwelt, auch Tieren schadet der Mensch seit langem. Da die Verletzung der Rechte von Tieren zu den gesellschaftlichen Grundordnungen gehört, die wir gemeinsam verantworten, ist sie ein Thema für die politische Philosophie. Bernd Ladwig gibt in seinem Band Politische Philosophie der Tierrechte einen umfassenden Einblick in die heutige Debatte. Auch Agustina Bazterrica macht in ihrem Roman Wie die Schweine auf höchst radikale und anschauliche Weise deutlich, was am Fleischkonsum falsch ist. Die Autorin erzählt in ihrem Roman von einer Welt, in der nicht Tiere, sondern Menschen zum Fleischverzehr gezüchtet werden und hinterfragt dabei unsere Konzepte von Moral und Empathie. In Unsere Welt neu denken untersucht Maja Göpel aus ökonomischer Sicht, wie das Wohlergehen der Umwelt mit dem der Menschheit in Einklang gebracht werden kann. Claudia Kemfert erläutert in Mondays for Future auf zugängliche Weise Fakten und Zusammenhänge der Klimadebatte.