Colin Crouch erhält »Das politische Buch«-Preis

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14.02.2012

Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhält der britische Politologe und Soziologe Colin Crouch den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung. Der Preis wird an »herausragende Neuerscheinungen verliehen, die sich in kritischer Auseinandersetzung gesellschaftspolitischen Fragestellungen annehmen, diese auf der Höhe der Zeit durchdringen und einem breiten Publikum verständlich machen.« (Friedrich-Ebert-Stiftung)

In der Begründung der unabhängigen Jury heißt es wie folgt: »Überzeugend arbeitet Crouch heraus, wieso der Neoliberalismus die Finanz- und Wirtschaftskrise so unbeschadet überleben konnte und legt dar, wie die großen transnationalen Konzerne auf staatliches Handeln nachhaltigen Einfluss nehmen und demokratische Entscheidungsprozesse untergraben. Crouch hat angesichts dieser Fehlentwicklungen keine einfachen Lösungsvorschläge parat, aber er vermittelt wertvolles Wissen über die Macht der Großkonzerne und ermutigt zu engagiertem Dagegenhalten mittels einer aktiven, vielstimmigen Zivilgesellschaft, um die Nutznießer des neoliberalen Arrangements unter Druck zu setzen.«

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird Anfang Mai in Berlin verliehen.


Colin Crouch, geboren 1944, lehrte bis zu seiner Emeritierung Governance and Public Management an der Warwick Business School. Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhielt Crouch 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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Zuletzt aktualisiert am 14.02.2012