Katja Petrowskaja erhält den Jakob-Wasserman-Literaturpreis

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05.03.2026
Beitrag zu Katja Petrowskaja erhält den Jakob-Wasserman-Literaturpreis
Katja Petrowskaja erhält den mit 10.000 Euro dotierten Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2026 der Stadt Fürth. Der Preis wird seit 1996 verliehen und würdigt in deutscher Sprache publizierende Autorinnen und Autoren, die sich wie Wassermann für Humanität, Toleranz und Gerechtigkeit einsetzen.

Die Jury lobt die aus einer jüdisch-ukrainischen Familie stammende Schriftstellerin für ihre sorgfältige Recherche und ihren assoziativen Erzählgestus, der »eng mit den Katastrophen der Zeit, mit Willkürherrschaft, Krieg und dem Holocaust verbunden« sei, und hebt ihre Arbeit »mit prägnanten Bildern, Nüchternheit und bitterer Ironie, die den Ungeheuerlichkeiten zu begegnen versuchen« hervor. In ihrer Begründung schreibt die Jury außerdem: »Mit ihrer Sammlung Das Foto schaute mich an hat sie eine höchst individuelle Gattung essayistischer Kolumnen über und anhand von Fotografien entwickelt – Zufallsfunden, Populärkultur, Persönlichem, Zeitgeschichtlichem –, anrührende Texte, die von der Brüchigkeit der Existenz erzählen.« Das Werk Petrowskajas sei »ein ›Anschreiben gegen den Krieg‹, (...) ein Beharren auf Menschlichkeit in finsteren Zeiten.«

Der Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth wird seit 1996 vergeben, um die Erinnerung an den bedeutenden Romancier zu pflegen, der 1873 in der Kleeblattstadt geboren wurde. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Sonntag, den 5. Juli 2026, um 11 Uhr im Stadttheater Fürth statt.

Katja Petrowskaja im Suhrkamp Verlag

Vielleicht Esther

12,00 €

Das Foto schaute mich an

25,00 €

Als wäre es vorbei

25,00 €
12,00 €
25,00 €
25,00 €

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu Literaturwissenschaft und Slawistik und promovierte in Moskau. Von 2000 bis 2010 schrieb sie für verschiedene russisch- und deutschsprachige Medien (Neue Zürcher Zeitung, taz, Deutsche Welle, Radio Liberty). Seit 2011 ist sie Kolumnistin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther (2014) wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. 2022 erschien der Essayband Das Foto schaute mich an, 2025 der Essayband Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg. Sie lebt in Berlin.

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu Literaturwissenschaft und Slawistik und promovierte in...