Und dann von Wolfram Höll am Schauspiel in Leipzig

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Und dann (UA) von Wolfram Höll //
am Schauspiel in Leipzig

Ein Kind spricht. Es spricht von den Häusern, den Betonhäusern, den Steinen am Spielplatz – von Gletschern gebracht, vom Vater, von der Mutter, es spricht von Ausflügen in die Stadt, den Paraden, der Erinnerung an die Paraden, erinnert sich der Erinnerung. Das Kind spricht. Und die Spur einer Abwesenheit, eines Verlusts durchzieht das Sprechen – anfangs noch völlig namenlos, eine anonyme Ahnung. Diese Spur des Verlusts, der Unwiederbringlichkeit streift umher, irrt als immaterielles, fast spukhaftes Phänomen, ton-loses Echo durch Hölls Text, ohne je zu einem Ding, einem Etwas, zu einem Objekt der Anschauung zu werden.

»Regisseurin Claudia Bauer entfaltete mit Wolfram Hölls schwer melancholisch und zugleich naiv spukhaftem Trauertext über Kindheitsverluste ‚Und dann‘ ein kleines großes Wunderwerk an zart verspielter Fantasie.« DIE WELT

© Video und Foto: Sophie Salzer / Kai Schadeberg


Wolfram Höll, 1986 in Leipzig geboren, ist Autor und Hörspielregisseur beim Schweizer Radio und Fernsehen und lebt bei Biel. Er hat Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und Theater an der Hochschule der Künste Bern studiert. Bereits mit seinem ersten Stück, Und dann, stellte sich Wolfram Höll 2012 als Dramatiker mit eigenwilliger, minimalistischer, poetischer Sprache der Theaterszene vor. Von seinen fünf im Suhrkamp Theater Verlag verlegten Theatertexten wurden drei zu den renommierten Mülheimer Theatertagen eingeladen, den Mülheimer Dramatikpreis erhielt Wolfram Höll bereits zwei Mal.
Wolfram Höll, 1986 in Leipzig geboren, ist Autor und Hörspielregisseur beim Schweizer Radio und Fernsehen und lebt bei Biel. Er hat Literarisches...
Zuletzt aktualisiert am 26.04.2017