Bruno Latour

Bruno Latour
© Jürgen Bauer

Bruno Latour, geboren 1947 in Beaune, Burgund, Sohn einer Winzerfamilie. Studium der Philosophie und Anthropologie. Bruno Latour ist Professor am Sciences Politiques Paris. Für sein umfangreiches Werk hat er zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten, darunter den Siegfried Unseld Preis und den Holberg-Preis. Zuletzt erschienen von ihm: Cogitamus (eu 38), Existenzweisen. Eine Anthropologie der Modernen (2014) und Das terrestrische Manifest (2018).

Preise

Holberg-Preis 2013

01.01.2013

14.03.2013

Bruno Latour erhält den mit 610 000 Euro dotierten Holberg-Preis 2013. In der Begründung der Jury heißt es: »Bruno Latour hat eine ambitionierte Analyse sowie Reinterpretation der Moderne vorgelegt und dabei zahlreiche zentrale Begriffe und Unterscheidungen wie die zwischen Vormoderne und Moderne, Natur und Gesellschaft, menschlich und nichtmenschlich in Frage gestellt. Sein Werk hat international und über die Fachgrenzen in Wissenschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Geschichte, Philosophie, Anthropologie, Geographie, Literatur und Recht gewirkt.«

Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft 2010

02.02.2010

Der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour erhält den mit 25.000 Euro dotierten Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass »Bruno Latour zu den einflussreichsten, intelligentesten und gleichzeitig populärsten Vertretern der Wissenschaftsforschung (Science Studies) gehört«. Wie schon der Preisträger des Vorjahres, Mike Davis, wird auch Bruno Latour im Umfeld der Preisverleihung ein Seminar für ausgewählte Nachwuchswissen-schaftler an der LMU halten.

Siegfried Unseld Preis 2008

15.07.2008

Bruno Latour erhält den mit 50.000 Euro dotierten Siegfried Unseld Preis der Siegfried Unseld Stiftung. In der Begrün­dung der Jury heißt es: »Bruno Latour ist einer der großen Erneuerer der Sozialwissen­schaften. Als Grenzgänger zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, Theorie und Empi­rie, Moral und Politik untersucht er die Mechanismen der modernen Wahrheitsproduktion und ihre Folgen. Er zeigt, wie auf dem Weg zu diesen Wahrheiten die Unterscheidung zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem, Technischem und Natur, Religion, Recht, Kunst, Geschichte und Politik überhaupt erst geschaffen werden. Latour ist nicht nur ein post-kantischer Aufklärer, sondern auch ein soziologischer Humorist, der, bei aller iro­nischen Distanz, sein Erstaunen über die Welt nicht verbirgt.«