Der Kontinent ohne Eigenschaften

Lesezeichen im Buch Europa
Der Kontinent ohne Eigenschaften
Lesezeichen im Buch Europa

Über Europa sind viele Bonmots und Untergangsdiagnosen im Umlauf. Man wisse nicht, unter welcher Nummer man es erreichen könne, seine Bewohner seien dekadent, der Halbkontinent, der einst den »Rest der Welt« kolonisierte, sei nun seinerseits in den Rest geraten. Was also ist Europa? Jedes Gemeinwesen, das sich in der Tradition Roms sieht? Ein sich selbst verstärkender Lernzusammenhang?
Das wahre Europa, so Peter Sloterdijk, findet sich überall dort, wo die...

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Über Europa sind viele Bonmots und Untergangsdiagnosen im Umlauf. Man wisse nicht, unter welcher Nummer man es erreichen könne, seine Bewohner seien dekadent, der Halbkontinent, der einst den »Rest der Welt« kolonisierte, sei nun seinerseits in den Rest geraten. Was also ist Europa? Jedes Gemeinwesen, das sich in der Tradition Roms sieht? Ein sich selbst verstärkender Lernzusammenhang?
Das wahre Europa, so Peter Sloterdijk, findet sich überall dort, wo die schöpferischen Leidenschaften denen des Ressentiments den Rang abgelaufen haben.

Die Nachrichten vom Ableben der »Alten Welt« erweisen sich regelmäßig als stark übertrieben. Gleichwohl sind sich die Europäer ihrer Eigenschaften nicht mehr sicher: »Sie wissen nicht, woher sie kommen, erst recht nicht, wohin die Reise geht.« Um Orientierung zu stiften, blättert Peter Sloterdijk im Buch Europa einige Lesezeichen auf, etwa das des Kulturphilosophen Eugen Rosenstock-Huessy, der die »Autobiografie des westlichen Menschen« als Sequenz politischer Revolutionen erzählte. Sloterdijk öffnet auch das »Buch der Geständnisse«, aus dem sich ein bezeichnender Geist der Selbstkritik erklärt. Und er zitiert aus dem »Buch der Ausdehnungen«, das Europas Missionen im Zeitalter der nautischen Globalisierung illustriert.

Sachbuch-Bestenliste (WELT/NZZ/WDR 5/Ö1)
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ZITATE

»Ginge es nach den Europäern, würde von höchster Stelle ein allgemeines Ernstfallverbot verhängt.«
»Ginge es nach den Europäern, würde von höchster Stelle ein allgemeines Ernstfallverbot verhängt.«

STIMMEN

»[Es] liest sich wie der Text zur Stunde.«
Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung
»[Sloterdijk ist] ein Feuerspeier der Gelehrsamkeit, der mit den Stichflammen seiner Assoziationen immer neu in Staunen versetzt.«
Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine inspirierende Lektüre, die Europa kritisch und zukunftsorientiert beleuchtet.«
Meron Mendel, Süddeutsche Zeitung
»[Es] liest sich wie der Text zur Stunde.«
Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung
»[Sloterdijk ist] ein Feuerspeier der Gelehrsamkeit, der mit den Stichflammen seiner Assoziationen immer neu in Staunen versetzt.«
Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine inspirierende Lektüre, die Europa kritisch und zukunftsorientiert beleuchtet.«
Meron Mendel, Süddeutsche Zeitung
»[Ein] ebenso anspruchsvolles wie anregendes Buch ...«
Guido Kalberer, Neue Zürcher Zeitung
»Deutschlands wichtigster lebender Denker hat sich in Vorlesungen am Collège de France mit der Idee Europa auseinandergesetzt.«
DIE WELT

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