Roberto Arlt
Das böse Spielzeug - Roman

Aus dem Spanischen von Elke Wehr. Mit einem Nachwort von Juan Villoro
Bestellen »


D: 13,80 €
A: 14,20 €
CH: 20,50 sFr

Erschienen: 28.08.2006
Bibliothek Suhrkamp 1406, Gebunden, 197 Seiten
ISBN: 978-3-518-22406-9

Inhalt

Als Junge träumt Silvio Astier davon, edler Bandit zu werden, verworfener Dichter oder aber großer Erfinder. An der erniedrigenden Existenz im Vorort von Buenos Aires jedoch prallt sein Lebensdrang immer wieder ab. Als er sich um alle Möglichkeiten betrogen sieht, treibt er sein Leben durch den Verrat eines Kumpels auf die Spitze: eine Selbstrettung durch das Böse.
Erbittert unharmonischer Entwicklungsroman, der den Furor des Lebendigseins feiert; harscher Schnitt in eine soziale Randwirklichkeit in einer expressiven, radikal subjektiven Sprache – das ist Das böse Spielzeug von 1926, womit der literarische Außenseiter Roberto Arlt (1900–1942) den südamerikanischen Roman revolutionierte: auf verstörende Art lebendig bis heute.
»Ich weiß nicht, ob er Engel, Hundsfott oder Schwindler war; vielleicht alles zusammen«, schrieb Juan Carlos Onetti über Arlt, der von seinem eigenen Schreiben einmal sagte, es solle den Leser treffen »wie ein Kinnhaken «, und von dem die gesicherte kulturelle Elite damals nur wahrzunehmen glaubte, er »schreibe schlecht«.

Deutsche Erstausgabe

Im Original erschienen unter dem Titel El juguete rabioso, 1926 (Biblioteca del Sur, Buenos Aires).

Kommentieren