Reinhart Koselleck, Carl Schmitt
Der Briefwechsel - 1953-1983

Herausgegeben von Jan Eike Dunkhase
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D: 42,00 €
A: 43,20 €
CH: 55,90 sFr

Erschienen: 14.12.2019
Gebunden, 459 Seiten
ISBN: 978-3-518-58741-6
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Drei Jahrzehnte lang, von 1953 bis 1983, korrespondierten der Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) und der Historiker Reinhart Koselleck (1923-2006) miteinander. Der Austausch zwischen dem ehemaligen »Kronjuristen des Dritten Reiches« und dem späterhin »bedeutendsten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit) behandelt nicht nur die zentralen Schriften der beiden Protagonisten, sondern auch Kosellecks Werdegang im westdeutschen Hochschulbetrieb und Schmitts Lage am Rand des akademischen Feldes. Maßgebliche Zeitgenossen wie Blumenberg, Habermas und Heidegger finden darin ebenso ihren Platz wie historische Fragen und Begriffe sowie aktuelle politische Entwicklungen. Eine Gelehrtenkorrespondenz im Zeichen von »Kritik und Krise« – und zugleich ein wichtiges Kapitel der bundesrepublikanischen Ideengeschichte.
Die Edition gilt einerseits Reinhart Kosellecks bedeutendstem Briefwechsel, dem an Umfang, Dauer und Intensität kein anderer gleichkommt – eine zentrale Quelle für die intellektuelle Biografie des Historikers. Auf der anderen Seite gewährt sie neue Einblicke in Leben und Werk Carl Schmitts, eines Juristen und politischen Theoretikers, an dem das öffentliche kritische Interesse ungebrochen ist.

Pressestimmen

»Sorgfältig und kenntnisreich bereitet die Edition das Material aus den Archiven auf.«

Hendrikje Schauer, Der Tagesspiegel

»Bereits der allererste, fünf Seiten lange Brief [Kosellecks] zeigt einen fertigen Wissenschaftler, der dem Älteren ein Lebensprogramm unterbreitet. Für den heutigen Leser - anderthalb Jahrzehnte nach Kosellecks Tod - ist es geradezu atemberaubend zu erkennen, wie genau dieser sich an die damals entworfenen Grundlinien gehalten hat.«

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

»Der Briefwechsel des Historikers Reinhart Koselleck mit dem Staatsrechtler Carl Schmitt ist ein ideengeschichtliches Dokument ersten Ranges.«

Florian Meinel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine wunderbare Gegengeschichte in Briefen.«

Hannah Lühmann, Die literarische Welt

»In einer vorzüglich edierten und kommentierten Ausgabe ist dieser aufschlussreiche Teil der Ideengeschichte Deutschlands jetzt nachzulesen.«

Georg Patzer, Badisches Tagblatt

»Diese Korrespondenz gibt Einblick in die Geistesgeschichte der noch jungen Bundesrepublik.«

Michael Hesse, Kölner Stadt-Anzeiger

»Die über 100 Briefe, die Schmitt und Koselleck über einen Zeitraum von 30 Jahren – von 1953 bis 1983 – austauschten, führen dem Leser vor Augen, wie es möglich ist, mit einem erzkonservativen und zudem noch faschistisch kontaminierten Intellektuellen in einen fruchtbaren geistigen Austausch zu treten. Die Voraussetzung dafür war die bis ins hohe Alter überaus wache Intelligenz und die sagenhafte Belesenheit Schmitts. Daraus verstand es Koselleck, Nutzen zu ziehen.«

Peter Meisenberg, WDR

»Was für ein Sog! Wer sich die Lektüre des Briefwechsels zwischen dem Juristen Carl Schmitt und dem Historiker Reinhart Koselleck vornimmt, sollte sich ein Wochenende freinehmen und diese elektrisierenden und intellektuell hochspannenden Dokumente möglichst ohne störende Unterbrechung in einem Zug aufnehmen – was vermutlich sowieso geschieht, wenn man sich darauf einlässt.«

Angela Reinthal, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 5/2020

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