Isaac Bashevis Singer
Jarmy und Keila

Aus dem amerikanischen Englisch von Christa Krüger. Mit einem Nachwort von Jan Schwarz
Leseprobe » Bestellen »


D: 12,00 €
A: 12,40 €
CH: 17,90 sFr

NEU
Erschienen: 20.07.2020
suhrkamp taschenbuch 5061, Taschenbuch, 464 Seiten
ISBN: 978-3-518-47061-9
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Eine wunderbare, wunderbare Welt, diese schrecklich schöne Welt von Isaac Bashevis Singer!« Henry Miller

»Es kam selten vor, dass eine Frau, die schon in drei Bordellen gearbeitet hatte, noch heiratete … Es war ein Omen für alle Warschauer Huren, nicht die Hoffnung aufzugeben, ein Zeichen, dass die Liebe noch immer die Welt regierte.«

Warschau 1911: Keila – die bereits mehrere Stationen in Bordellen hinter sich hat – findet in Jarmy, dem Ex-Häftling, ihre große Liebe. Das junge Ehepaar sehnt sich nach einem Leben außerhalb des jüdischen Gettos, in dem der Alltag  von Armut und der Angst vor Pogromen geprägt ist. Dieser Traum scheint plötzlich zum Greifen nahe: Max, ein alter Bekannter, will in Amerika das große Geld machen – das Paar soll ihm dabei helfen. Keila soll junge Mädchen für die Bordelle in der Neuen Welt anwerben. Max selbst fühlt sich zu Jarmy hingezogen, dem er schon früher näherkam. Es entfaltet sich eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung. Da tritt der schüchterne und unerfahrene Bunem in ihr Leben, der sich auf ein Leben als Rabbiner vorbereitet. Für Keila, die er glühend verehrt, ist er bereit, mit allen Konventionen des Schtetls zu brechen. Werden die beiden in Amerika ihr Glück finden?

Erstmals liegt dieses unbekannte Meisterwerk nun auf Deutsch vor. Lebensnah und bis in die Nebenfiguren hinein präzise ausgestaltet, schildert Singer das Leben zwischen Hoffnung und Elend im Schtetl und die kaum weniger miserablen Umstände, in denen sich die Auswanderer zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in New York zurechtfinden mussten.

Pressestimmen

»[Der Roman] zeichnet ein breites, detailreiches Gesellschaftspanorama jener Zeit nach, zeigt unbeschönigt das jüdische Milieu Warschaus und New Yorks, gibt überzeugend die Ängste und Hoffnungen der damaligen Migranten wieder, womit er für die Situation der heitigen sensibilisiert.«

Marta Kijowska , Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Aus dem Nachlass: Isaac Bashevis Singers grandioser Unterweltsroman Jarmy und Keila

Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel

»Zwar könne kein Mensch Tote wiederbeleben, aber ›ich wollte wenigstens in der Literatur diejenigen ins Leben zurückholen, die ausgelöscht worden waren‹. Das gelingt [Singer] hier mit Keila und Bunem und Jarmy auf überzeugende Weise. Ein Roman um Glaube, Liebe, Hoffnung und Enttäuschung. Eine glückliche Entdeckung.«

Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau

»Singers Werk wurde zum großartigsten Requiem auf eine untergegangene Welt, das sich denken lässt.«

DIE WELT

»460 Seiten meisterhafte Literatur, erschienen im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp.«

Lutz Balzer, Radio Schalom

»In Jarmy und Kaila lässt Isaac B. Singer mit Charme und viel Herzblut – und mit einem Schuss nostalgischer Idealisierung – das jüdische Kleinganoventum des frühen Zwanigsten Jahrunderts noch einmal lebendig werden.«

ORF Ö1, Ex libris

»Eine lesenswerte Entdeckung.«

hagalil.com

»Die künstlerische Qualität des Romans ist als außerordentlich hochzuschätzen. ... Wer von einem Buch ständig wechselnde Spannung und stilistische Erstklassigkeit erwartet, liegt hier genau richtig.«

Ulf Heise, MDR

»Spannend erzählt, voller Dramatik sind die einzelnen Episoden dieses Unterweltmilieus, in der die Liebe ebenso ihren Platz findet, wie das Verbrechen. Selbst Randfiguren schildert Singer meisterhaft, vorwiegend jüdische Ganoven, die er präzise zeichnet.«

jüdisches europa 04/2019

»In unverwechselbarem Ton geht es hin und her: Hoffnung und Tragik, Liebe und Abkehr. ... Die präzise Zeichnung der Figuren, für die es auch Vorbilder in der eigenen Familie gibt, ist Singers große Stärke.«

Nordkurier

Kommentieren