Rainald Goetz
Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman

Leseprobe » Bestellen »


D: 10,00 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr

Erschienen: 14.04.2014
suhrkamp taschenbuch 4512, Taschenbuch, 342 Seiten
ISBN: 978-3-518-46512-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein  Chef  stürzt  ab. Johann Holtrop erzählt die Geschichte eines Chefs aus Deutschland in den Nullerjahren. Der charismatische, schnelle, erfolgreiche Vorstandsvorsitzende Dr. Johann Holtrop, 48, seit drei Jahren Herr über 80 000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von fast 20 Milliarden weltweit, ist aus der Boomzeit der späten 90er Jahre noch ganz gut in die neuen, turbulenten, wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gekommen. Die Handlung setzt ein im November 2001 und erzählt in drei Teilen, wie im Lauf der Nullerjahre aus Egomanie und mit den Widerständen wachsender Weltmissachtung, der Verachtung der Arbeit, der Menschen, der Gegenwart und des Rechts, ganz langsam und für Holtrop selber nie richtig klar erkennbar, ein totaler Absturz ins wirtschaftliche Aus, das persönliche Desaster und das gesellschaftliche Nichts wird, so abgrundtief und endgültig, wie ein früherer Aufstieg unwiderstehlich, glorios und plötzlich gewesen war. Das war Ihr Leben, Johann Holtrop! Was sagen Sie dazu?

Alle Kommentare

»Das Buch beschreibt faszinierend die Wirtschaftswelt der späten 90er- und frühen Nullerjahre. Wie in Mephisto werden Menschen als Stereotypen erschaffen, um die Welt verständlich zu machen und so erhält das Buch eine die Zeit überdauernde Wirkung.«
Reiner Girstl, 29.04.2020
»Herr Goetz beschreibt die betreffenden Personen genauso wie sie es verdienen. Kalt, egoman und nur auf eigene Interessen geprägt. Freundschaft und Loyalität oder Herzlichkeit sind nicht mehr als schöne Worte aus der Werbung der Unternehmen.

Der Roman gibt einen Einblick in die Wirtschaftswelt, wie sie wirklich zu sein scheint. Allein Pia Holtrop, die einzige Person, welche sich ihres eigenen Verstandes bedient, sticht als sympathische Gestalt hervor.«
Sarah Hoffmann, 09.04.2020
»Goetz gelingt es mit maximaler Ungerechtigkeit, einen Topmanager zu schildern, der alles seinem Ehrgeiz unterwirft.«
Dirk Baecker (Süddeutsche Zeitung: »Die Bücher des Jahres«), 10.12.2013

Kommentieren